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Bundesliga-Macher

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Die österreichische Judo-Bundesliga ohne Hans Peter Zopf? Was in den letzten 12 Jahren undenkbar schien, wird jetzt Realität. Der 63-jährige Salzburger zieht sich als Bundesliga-Verantwortlicher zurück. Im JUDO AUSTRIA-Interview zieht der Bundesliga-Macher seine persönliche Bilanz.

Wie schwer fällt Dir der Abschied?

Hans Peter Zopf: „Der Abschied ist selbstgewählt. Ich bin beruflich Anfang Jänner bei der Salzburger Gebietskrankenkasse in Pension gegangen, bei der Bundesliga wird der Abschied jetzt vollzogen. Mein Rücktritt kommt für niemanden überraschend: Ich hab‘ ja im ÖJV-Vorstand schon vor einiger Zeit wissen lassen, dass ich mich in der Bundesliga zurückziehen will. Künftig werde ich mir das Final Four erste Reihe fußfrei anschauen – in meiner Funktion als Vizepräsident wird weiterhin genug Arbeit – u.a. im Nachwuchs – anfallen.“

Wie zufrieden bist Du mit dem aktuellen Produkt ÖJV-Bundesliga?

Zopf: „Man muss sich nur den Unterschied zu 2009 vor Augen führen, als Martin Poiger, Gerhard Jungwirth, Manfred Gerhard (für die Website zuständig) und ich die Sache übernommen haben. Damals gab’s 5 Bundesliga-Vereine, das war’s. Die Organisation ließ zu wünschen übrig. Da konnte schon passieren, dass für die Abwaage keine Waage aufzutreiben war und eine Runde abgesagt werden musste. Auch mit den Beginnzeiten wurde es nicht so genau genommen. Heute verfügen wir in der 1. und 2. (Herren-) Bundesliga über je 9 Mannschaften. Das Final Four hat die Bundesliga auf ein neues Level gehoben. Jetzt kommen 2.000 Fans in die Halle. Jeder, der mit Judo zu tun hat, lässt sich das Final-Wochenende nur ungern entgehen. Dazu haben wir jetzt seit einigen Jahren auch die Liveübertragung auf ORFSport+. Es ist schön, diese Entwicklung zu sehen.“

Was macht den Reiz der Bundesliga aus?

Zopf: „Der Judo-Nachwuchs braucht ein Ziel. Nicht jeder schafft es ins Nationalteam. In der Bundesliga haben wir 200 Athleten, das sind mehr als wir bei Staatsmeisterschaften in allen Gewichtsklassen haben. Die Kunst für Martin, Gerhard, Andreas, Sylvia und mich war, diese unterschiedlichen Vereinsinteressen zu managen. Und ich glaube sagen zu können: Das haben wir gut hingekriegt. Das sportliche Niveau kann sich wirklich sehen lassen. In unseren Ergebnislisten findet man Olympiasieger und Weltmeister.“

Welchen Wunsch hast Du zum Abschied?

Zopf: „Dass die Bundesliga noch besser wird, natürlich.“

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