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Ende gut, fast alles gut!

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ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch verfolgte das Grand-Slam-Turnier in Antalya von zu Hause in Linz aus, hielt freilich ständig Kontakt mit Nationalcoach Patrick Rusch. Eine Bilanz.

Wie bewertest Du die drei Wettkampftage in der Türkei aus rot-weiß-roter Sicht?

Yvonne Bönisch: „Ende gut, fast alles gut. Schön, dass Stephan Hegyi sich und das ganze Team mit einer Grand-Slam-Medaille belohnt hat. Wir haben ihn ja extra nicht aus der World Tour rausgenommen, wie die anderen Olympia-AnwärterInnen,  weil wir ihm mehr Wettkampfpraxis geben wollten. Wir waren sicher, dass er sich mit Siegen wieder Selbstvertrauen holt. In den letzten Monaten hat er nicht sein wahres Potential gezeigt. Samstag in Antalya war anders: Da hat Stephan von Anfang an richtig gut gekämpft, sich selbstbewusst gezeigt. In dieser Form kann er vorne mitkämpfen. Einzige Ausnahme war der Kampf gegen den Weltranglisten-Ersten Lukas Krpalek. Im Bodenkampf hat er Angst vor der eigenen Courage bekommen, sich nicht so clever angestellt. Im Viertelfinale gegen den Olympiasieger wäre mehr drinnen gewesen. Aber wie gesagt: Die Bronzene ist toll, die gibt ihm rechtzeitig vor EM, WM und Olympia eine gehörige Portion Selbstvertrauen. Man kann sagen: Unser Plan ist zum Glück aufgegangen.“

Auch Sabrina Filzmoser hat mit Rang 7 angeschrieben. Wie bewerterst Du Ihre Leistung?

Bönisch: „Auch das war definitiv ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Sabrina kämpft sich mit unglaublichem Ehrgeiz zurück. Es ist schön zu sehen, dass das Früchte trägt. Obwohl sogar mehr möglich gewesen wäre.“

Warum hast Du Antalya ausgelassen?

Bönisch: „Es war ausgemacht, dass Patrick mit in die Türkei fliegt, ich stattdessen mit den Daheim-Gebliebenen in Ruhe die EM-, WM- und Olympia-Vorbereitung beginne. Mit Bernadette Graf, Magdalena Krssakova, Michaela Polleres und Shamil Borchashvili haben wir drei Tage am Olympia-Stützpunkt in Linz Technik & Taktik trainiert. Das war für dieses Quartett, die allesamt schon ihr Tokio-Ticket fix haben, sicher die richtige Entscheidung. Wir haben die Zeit gut genutzt.“

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