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ÖJV tagt in Eugendorf

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Der Österreichische Judoverband hielt am Samstag in Eugendorf die im März aufgrund der Coronakrise verschobene Generalversammlung ab. ÖJV-Präsident Martin Poiger zieht im Kurz-Interview Bilanz.

Rund 30 Personen nahmen trotz strenger COVID-19-Maßnahmen an der Sitzung teil. Wie beurteilt der Präsident die aktuelle Lage?

Martin Poiger: „Der Vorstand, mich inbegriffen, ist dankbar, dass uns die Vereine trotz der herausfordernden Bedingungen die Treue halten. Es geht darum, sich an die ständig ändernden Maßnahmen und Bedingungen anzupassen. Ich würde sagen, das ist uns und den Vereinen sehr gut gelungen. Natürlich blicken wir mit einem lachenden Auge nach Budapest, wo wir heute 4 AthletInnen im Viertelfinale hatten. Michi hat noch die Chance, einen Top-3-Platz zu erreichen. Das kann sich sehen lassen.“

Wie steht der Verband sportlich und organisatorisch da?

Poiger: „Wir haben sehr ehrgeizige Ziele: Sportlich geht es darum, die Medaillenflauten bei Olympia (da warten wir seit 2008, seit der Silbernen von Ludwig Paischer) und Weltmeisterschaften (2010 holte Sabrina Filzmoser in Tokio Bronze) endlich zu beenden. Wir sind überzeugt mit dem Bundesstützpunkt in Oberösterreich, mit einem neuen internationalen Headcoach (ab Jahresbeginn) und einem mittel- und langfristigen Konzept bei Großereignissen konstant unter die Top-3 kommen zu können. Im Klartext: Wir wollen idealerweise sowohl 2021 in Tokio, als auch 2024 in Paris zumindest je 1 Olympia-Medaille. Und wir glauben, dass sich bis 2024 zwei WM-Medaillen ausgehen sollten. Abgesehen von sportlichen Aspekten geht es für den Verband auch darum, stärker wahrgenommen zu werden und die Zahl der Mitglieder wieder zu steigern. Wir wollen bis 2024 einen Werbewert von 2,5 Millionen Euro erreichen – das käme eine Steigerung von mehr als 200 Prozent gleich. Wir sind überzeugt, dass wir die Anzahl der lizenzierten Judoka auf 20.000 steigern können. Das sind zugegebenermaßen ehrgeizige Ziele, die wir da ankündigen. Aber wir sind überzeugt, dass sich alle diese Ziele, allen voran die sportlichen, mit gemeinsamen Kräften auch realisieren lassen.“

Es hat im Rahmen der Sitzung auch eine Reihe von Ehrungen gegeben. Wer wurde geehrt?

Poiger: „Erich Pachoinig (siehe Bild) für mehr als 20 Jahre ÖJV-Vorstandstätigkeit und Heinrich Erlinger für das Erreichen des 8. Dans. Ausgezeichnet wurden darüber hinaus auch UJZ Mühlviertel für den Klub mit den meisten verkauften Judocards, Wien als erfolgreichster Landesverband und das Judozentrum Innsbruck für den größten Zuwachs bei lizenzierten Judoka.“

 

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