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Olympia-Planung

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ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch, Nationaltrainer Patrick Rusch und Sportdirektor Markus Moser nutzten die letzten Tage in Mittersill zur groben Terminplanung bis zu den Olympischen Sommerspielen 2021 in Tokio (24. – 31.7.). Markus Moser im Interview.

Wie kompliziert präsentiert sich die aktuelle Lage?

Markus Moser: „In Corona-Zeiten gilt es mit einer gewissen Unsicherheit leben zu müssen müssen. Das wird uns definitiv noch länger begleiten. Je flexibler wir in dieser Phase reagieren, desto besser. Wir haben zuletzt acht internationale Trainingslager in St. Johann bzw. Mittersill organisiert und das ohne einen einzigen positiven COVID-19-Fall. Auch beim World Judo Masters in Doha gab’s keine Corona-Fälle.. Unsere Judo-Bubble funktioniert bis jetzt sehr gut. Das Trainingslager in Mittersill haben wir aus Rücksicht auf die lokalen Behörden vorzeitig abgebrochen. Wir testen unsere AthletInnen natürlich laufend weiter. Den Rest der Woche trainieren wir mit dem Nationalteam am ÖJV-Stützpunkt in Linz.“

Die IJF will bis zur WM im Juni in Budapest nicht weniger als fünf World-Tour-Turniere durchführen. Dazu kommt auch noch die EJU Europameisterschaft Mitte April in Lissabon. Ist dieses straffe Programm realistisch?

Moser: „Die IJF will möglichst viele Qualifikationsturniere durchführen. Das ist verständlich und ganz im Sinne der AthletInnen. Ob wir als ÖJV an allen Turnieren teilnehmen, ist eine andere Frage. Nicht zu vergessen: Keiner kann heute sagen, ob tatsächlich alle Events auch wirklich stattfinden können. Headcoach Yvonne Bönisch, Patrick Rusch und ich sind uns jedenfalls einig, dass für unser Team weniger mehr ist.“

Was heißt das konkret gesprochen?

Moser: „Wir werden beim Grand Slam in Tel Aviv im Februar mit dabei sein, aber nach derzeitigem Stand nicht in Taschkent, Tiflis und Paris. Die EM und WM sind klare Fixpunkte, dazu kommt dann auch noch das World-Tour-Turnier in Antalya. Soll heißen: Das Gros wird vor Olympia noch mindestens vier Turniere – die EM, WM und 2 Grand Slams – bestreiten.“

Ausnahmen sind möglich?

Moser: „Natürlich! Laurin Böhler wird wahrscheinlich erst bei der EM in Lissabon Mitte April einsteigen können. Auch Sabrina Filzmoser ist derzeit noch verletzt. Die Situation der beiden wird man sich individuell anschauen – im Sinne der AthletInnen. Das gilt auch für einen wie Lukas Reiter, der noch dringend Weltranglisten-Punkte benötigt, um seine Olympia-Chance wahren zu können.“

Mit wie vielen Olympia-StarterInnen rechnet man im ÖJV?

Moser: „Nach derzeitigem Stand (in der Weltrangliste) wären sechs AthletInnen qualifiziert: Sabrina Filzmoser (-57), Magdalena Krssakova (-63), Michaela Polleres (-70), Bernadette Graf (-78); Shamil Borchashvili (-81) und Stephan Hegyi (+100). Im Idealfall schaffen es acht – d.h. in den Gewichtsklassen: -57, -63, -70, -78; -73 (Reiter), -81, -100 (Böhler oder Fara), +100. Das wäre neuer ÖJV-Rekord! So viele hatten wir noch nie!“

 

 

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