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Adieu, Hans

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Dr. Hans Müller-Deck ist Mittwoch im Alter von 84 Jahren in seiner Heimat in Deutschland verstorben. Von 1991-2000 war er Sportkoordinator des Österreichischen Judoverbands. Er kam von der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig, eine der damals weltweit führenden Sporthochschulen.
In seiner Tätigkeit im ÖJV prägte er durch seine sportwissenschaftliche Begleitung die Entwicklung der Sportstrukturen nachhaltig. Er hat in Österreich u.a. den Rahmentrainingsplan eingeführt, der bis heute als Basis für unsere Nationalkader dient. Außerdem hat er durch sein sportwissenschaftliches Wissen die Trainerausbildung stetig weiterentwickelt, zahlreiche Skripten verfasst und eine Reihe von Fachbüchern geschrieben, die zu den deutschsprachigen Standardwerken zählen.
Dr. Hans Müller-Deck hat den Weg zahlreicher Top-Judoka & Trainer in Österreich geprägt. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2000 ging er zurück in seine Heimat Deutschland, war aber bis 2017 noch als wissenschaftlicher Beirat des Österreichischen Dan-Kollegiums tätig. Er war Träger des 9. Dan und seit 2012 Ehrenmitglied im ÖDK.

„Dr. Hans Müller-Deck hatte viele Jahre entscheidenden Einfluss auf die positiven Entwicklungen im ÖJV. Er war ein Experte weit über die österreichischen Judo-Grenzen hinaus. Ich hatte im Herbst noch die Gelegenheit anlässlich seines Geburtstages mit ihm zu telefonieren. Leider konnte er die Reise zu unserer Gala anlässlich des 70-jährigen Verbandsjubiläums aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten“, meint Judo-Austria-Präsident Martin Poiger.

Foto-Info: Dr. Hans Müller-Deck (li.) mit dem damaligen ÖJV-Präsidenten Siegfried Spennlingwimmer.

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