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„Japanische“ Generalprobe

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Nur mehr eine Woche bis zur EM in Lissabon (POR/16. – 18. April). Insgesamt 32 Judoka (10 Frauen, 22 Männer) absolvierten unter der Leitung von ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch einen dreitätigen Trainingslehrgang am Bundesstützpunkt Linz. Mit dabei auch die neun EM-StarterInnen (Sabrina Filzmoser, Magdalena Krssakova, Michaela Polleres, Bernadette Graf; Lukas Reiter, Shamil Borchashvili, Aaron Fara, Daniel Allerstorfer, Stephan Hegyi). Die vierfache EM-Medaillengewinnerin Bernadette Graf spricht im JUDO AUSTRIA-Interview über die Tage von Linz, die Vorfreude bzw. die Erwartungen für Portugal.

Wie intensiv waren die 3 Tage in Linz für Dich?

Bernadette Graf: „Ich bin müde, aber sehr zufrieden. Wir haben hart und konsequent gearbeitet. Ich persönlich merke, dass ich seit dem Grand-Slam in Tiflis noch einmal einen großen Leistungssprung auf dem Weg zurück gemacht habe. Ich fliege am Mittwoch mit einem guten Gefühl nach Lissabon.“

Für die EM-StarterInnen war das Training als unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung für nächste Woche angelegt. Mit Schwerpunkt auf Technik und Taktik. Wie sah Deine Vorbereitung in der Praxis aus?

Graf: „Yvonne (Bönisch) bringt viel frischen Wind mit. Sie gibt dir das Ziel vor, lässt Dir aber durchaus Freiraum, welchen Weg du einschlägst. Das macht Spaß, weil du immer mitdenken und dich selbst pushen musst. Man ist damit nicht nur Befehlsempfänger. Konkret gesprochen: Wir haben diverse Wettkampf-Szenen durchgespielt, Taktik-Muster einstudiert und jede Menge Randori absolviert, in allen Varianten, also auch mit japanischen Runden. D.h. du stehst fünf Minuten auf der Matte, nach jeder Minute kommt ein frischer, ausgeruhter Gegner. Da bist du am Ende komplett blau und handelst nur mehr instinktiv. Eine Art Stress-Test!“

Mit welchen konkreten Erwartungen startest Du bei der EM?

Graf: „Ich bin bei meinem Grand-Slam-Comeback nach mehr als einjähriger Wettkampfpause in Tiflis Fünfte geworden. Das war vom Ergebnis her ansprechend, von der Leistung weniger. Es geht darum, in Lissabon den nächsten Schritt zu machen. Im Idealfall reicht das für meine fünfte EM-Medaille.“

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