Europameisterschaft

Zur Feier des Tages gibt’s Germknödel

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„Der Vize-Europameistertitel ist ein Riesen-Karriereschritt für mich. Die Erleichterung und Freude ist entsprechend groß. Ich hatte sehr viele Nachrichten auf meinem Handy, auch von Leuten, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Sogar mein ehemaliger Mathe-Lehrer hat mir geschrieben“, strahlt Magdalena Krssakova am Tag nach dem Gewinn der Silbermeidaille in Prag (-63). Mit dem ÖJV-Betreuerteam wurde im Hotel kurz auf den Erfolg angestoßen. Eine Feier im engsten Familienkreis gibt’s Samstagabend in Wien mit Freund Christian und den Eltern. Die Belohnung ist schon ausgemacht. Magdalena: „Mama macht extra Germknödel für mich!“

In Budapest beim Grand Slam warst Du Siebente, bei der EM jetzt Zweite. Hat Dir die Corona-Wettkampfpause gut getan?

Magdalena Krssakova: „Bis gestern hätte ich gesagt: 2020 war durchwachsen, aber jetzt ist es für mich ein Super-Jahr. Ja, es scheint so. Ich bin in diesen acht Monaten ohne Turnier definitiv nicht schwächer geworden.“

Wer hat an Deinem Erfolg den größten Anteil?

Krssakova: „Meine Eltern, Amjad (Karimyan), mein Trainer, Christian, mein Freund – mit den wichtigsten Bezugspersonen habe ich schon telefoniert, die wissen, wie dankbar ich bin. Aber es sind natürlich viele…“

Wie schätzt Du diesen Vize-Europameistertitel für Dich selber ein?

Krssakova: „Bis auf Livesey und Schlesinger (beide GBR) waren alle am Start. Ich habe mit Trstenjak die Olympiasiegerin bzw. Nummer 2 der Weltrangliste und mit Trajdos die Nummer 7, sie war letztes Jahr WM-Dritte, besiegt. Die Würfe waren richtig gut, ich hab‘ sie mir nochmals im TV angeschaut. Darauf darf ich stolz sein.“

In einer Woche steht das nächste Trainingslager in St. Johann an. Gibt’s eine kurze Pause oder trainierst Du gleich weiter?

Krssakova: „Die kommende Woche hab‘ ich frei, dann wird weiter trainiert. Viel Zeit bleibt ja nicht bis zum Masters im Jänner in Katar. Die Medaille gibt mir jedenfalls Auftrieb und jede Menge Selbstvertrauen!“

Für die 26-jährige Wienerin ist die Silbermedaille bei der EM in Prag (-63 kg) ihre erste Einzelmedaille bei einem Großereignis in der allgemeinen Klasse und die zweite EM-Medaille nach der Bronzenen im Teambewerb 2019 in Minsk (u.a. gemeinsam mit Sabrina Filzmoser, Bernadette Graf, Michaela Polleres, Daniel Allerstorfer, Marko Bubanja, Lukas Reiter und Stephan Hegyi).

Zur Person:

Magda kam im Alter von 5 Jahren mit ihrer Familie von der Slowakei nach Wien, in der Volksschule durfte sie Judo schnuppern und blieb, mit 8 Jahren wurde sie von Coach Amjad Karimyan entdeckt. „Er hat langsam meinen sportlichen Ehrgeiz geweckt.“ Dass sie auch auf der World-Tour gewinnen kann, weiß die Hobby-Köchin (Spezialität: Cup Cakes) seit ihrem Grand-Prix-Sieg 2017 in Tiflis. Das Olympia-Ticket 2021 hat sie aufgrund ihrer Weltranglisten-Platzierung (vor Prag Nr. 22) bereits sicher.

Geburtsdatum: 03.03.1994, Verein: JC Sirvan Wien, Erfolge: Vize-Europameisterin Prag/CZE 2020, 7. Rang Grand Slam Budapest/HUN 2020, 3-fache Grand-Prix-Siegerin (Tiflis/GEO, Antalya/TUR, Cancun/MEX), EM-Bronze im olympischen Mixed-Team-Bewerb in Minsk/BLR 2019;

Weitere Fakten:

  • Für Österreich ist es die insgesamt 137. Medaille bei einer Judo-Europameisterschaft (davon 26 in Gold – seit 1951, Frauen-Judo bei einer EM gibt’s seit 1975, seit 1987 werden Frauen- und Männerbewerbe gemeinsam ausgetragen).
  • Seit 2013 hat Österreich jeweils immer zumindest eine Medaille bei Europameisterschaften gewonnen – seit damals sind’s mittlerweile in 8 Events 3 x Silber und 7 x Bronze. Der letzte rot-weiß-rote EM-Titel datiert aus dem Jahre 2011 (Istanbul, Sabrina Filzmoser, -57).

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