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Medaillenbank Österreich?

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Von Freitag bis Sonntag steigt in der Altice Arena von Lissabon (POR) die insgesamt 67. Auflage der Judo-Europameisterschaft. Seit 2012 hat Judo Austria immer zumindest eine Medaille geholt. „Diese Serie muss in jedem Fall  fortgesetzt werden. Wir schicken die stärkste Mannschaft“, ist ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch überzeugt. Sportdirektor Markus Moser ergänzt: „Lissabon ist für uns ein goldener Boden. 2008 haben Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer innerhalb einer Viertelstunde zwei EM-Titel geholt.“ Der letzte rot-weiß-rote EM-Titel ist mittlerweile übrigens schon 10 Jahre her (Sabrina Filzmoser, 2011). Die letzte „Medaillenflaute“ gab’s 2012 in Tscheljabinsk (RUS), als Ludwig Paischer als Fünfter bester Österreicher war.

Alles, was man zur EM wissen muss:

  • Insgesamt werden in Lissabon 363 Judoka (151 Frauen/212 Männer) aus 45 Nationen vertreten sein. Einzig Großbritannien glänzt durch Abwesenheit. Die größten Kontingente stellen Deutschland, Frankreich, Gastgeber Portugal, Russland und Spanien mit je 18 StarterInnen. Zum Vergleich: Bei der letzten EM, im November 2020 in Prag, waren es „nur“ 345 Aktive aus 40 Ländern.
  • Österreich tritt mit 8 AthletInnen an: Frauen (4): Sabrina Filzmoser (Gewichtsklasse: -57 kg/Verein: LZ Multikraft Wels/Oberösterreich), Magdalena Krssakova (-63/JC Sirvan/W), Michaela Polleres (-70/JC Wimpassing/NÖ), Bernadette Graf (-78/JZ Innsbruck/T); Männer (5): Lukas Reiter (-73/JC Wimpassing/NÖ), Shamil Borchashvili (-81/LZ Multikraft Wels/OÖ), Aaron Fara (-100/JC Wimpassing/NÖ), Daniel Allerstorfer (+100/UJZ Mühlviertel/OÖ).
  • Die insgesamt 16-köpfige Judo-Austria-Delegation wird von ÖJV-Präsident Martin Poiger, Sportdirektor Markus Moser und Headcoach Yvonne Bönisch angeführt. Weiters mit dabei: die Nationatrainer Patrick Rusch, Béla Riesz, Kampfrichter  Roland Poiger und Physiotherapeutin Corinna Kasper.
  • Mit Amandine Buchard (FRA/-52), Distria Krasniqi (KOS/-48), Marie Eve Gahie (FRA/-70), Matthias Casse (BEL/-81), Nikoloz Sherazadishvili (ESP/-90), Varlam Liparteliani (GEO/-100) und Lukas Krpalek (CZE/+100) scheinen sieben Weltranglisten-Erste in der Nennliste auf. Dazu kommen noch 8 Weltranglisten-Zweite und 7 Weltranglisten-Dritte.
  • Österreich hat 3 Gesetzte, allen voran Michaela Polleres (-70) und Vize-Europameisterin Magdalena Krssakova (-63) als Nummer 5 und Bernadette Graf (-78) als Nummer 7.
  • Die am besten besetzte Gewichtsklasse ist jene -100 kg bei den Männern, da sind die Top-5 der Weltrangliste ausnahmslos am Start. Aaron wird als 21. unter insgesamt 39 Startern geführt.
  • Der ÖJV hat bei den letzten acht Europameisterschaften immer zumindest eine Medaille geholt, in den Jahren 2018 und 2019 sogar je zwei. Bei der letzten Auflage, im November 2020 in Prag, gewann Magdalena Krssakova (-63 kg) die Silbermedaille.
  • Im Jahr 2008 jubelten knapp 20.000 ZuschauerInnen Filzmoser & Paischer zu. „Ich habe damals im Finale gegen die spanische Olympiasiegerin Maria Isabel Fernandez gekämpft. Da hat die gesamte Halle zu mir gehalten. Das Verhältnis der Portugiesen zum Nachbarland ist ja nicht gerade unkompliziert. Als ich Maria mit Uchi mata geworfen habe, war ein unglaublicher Lärm. Ich erinnere mich an jede einzelne Sekunde! Als wäre es gestern gewesen“, erinnert sich die oberösterreichische Ausnahmeathletin.

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