Europameisterschaft

Plansoll erfüllt

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ÖJV-Nationaltrainer Patrick Rusch war die Erleichterung anzusehen: „Wir können zufrieden sein. Wir haben uns in Prag gut präsentiert und die erwartete Medaille gewonnen. Magda hat bewiesen, was trotz schwieriger Auslosung alles möglich ist. Sie hat heute wirklich tolles Angriffs-Judo gezeigt und sich genau an die taktische Marschrichtung gehalten. Stephan hat sich in letzter Sekunde mit einer Achtlosigkeit um Bronze gebracht. Das ist ärgerlich, aber er hat sehr gute Leistungen gezeigt“, betonte der Vorarlberger. Ein Kurz-Interview.

Wie lässt sich die EM  zusammenfassen?

Patrick Rusch: „Wir dürfen uns freuen: Wir haben eine Vize-Europameisterin, damit war in dieser Form nicht zu rechnen. Was wir wussten: Magda hat im Trainingslager in St. Johann öfters mit Olympiasiegerin Tina Trstenjak trainiert und sie mehrmals geworfen. Jetzt ist ihr das auch bei einem Großereignis gelungen. Das ist umso bemerkenwerter, da Magda gegen die Slowenin einen 0:5-Kampfrekord hatte. Es tut gut zu sehen, was sich erreichen lässt, wenn man das taktische Konzept ohne Wenn und Aber durchzieht. Das ist ihr gelungen.“

Wäre im Finale gegen die 4-fach-Weltmeisterin Clarisse Agbegnenou mehr drinnen gewesen?

Rusch: „Da wollte Magda zuviel. Der Schritt nach vorne wäre so nicht notwendig gewesen und wurde eiskalt von Abgegnenou bestraft. Aber ihre Leistung kann sich sehen lassen – das sollte ihr auch im Hinblick auf die Turniere im nächsten Jahr, allen voran Olympia, Auftrieb geben.“

Wie sind die Leistungen der anderen ÖJV-Starter zu bewerten?

Rusch: „Michaela Polleres hat einen Angriff (von Anka Pogacnik/CRO) verschlafen – und das ließ sich dann leider nicht mehr aufholen. Das kann selbst einer Weltranglisten-Vierten an gewissen Tagen passieren. Lukas Reiter ist am richtigen Weg, er kann jederzeit jeden schlagen. Sein 7. Platz bringt wichtige Weltranglisten-Punkte. Im Viertelfinale ist er am späteren Europameister knapp gescheitert. Das hätte auch anders ausgehen können! Shamil Borchashvili hat gegen einen absoluten Weltklasse-Mann eine gute Leistung gezeigt, auch er wird seinen Weg machen. Stephan Hegyi  hatte die Medaille eigentlich schon in der Hand, er ist immer für Spitzenplatzierungen gut. Und Sabrina Filzmoser: Bei ihr ist es eigentlich ein Wunder, dass sie es überhaupt zur EM geschafft hat. Aber natürlich ist der Weg zurück nach dem Kreuzbandriss kein leichter.“

D.h. Sie sind mit dem Abschneiden bei der EM mit einem 2. Rang, einem fünften und einem siebenten zufrieden?

Rusch: „Absolut. Wir haben als Team nach dem Grand Slam in Budapest Ende Oktober auch jetzt bei der EM in Prag hinlänglich bewiesen, dass wir konkurrenzfähig sind. Um ein Haar wären es sogar zwei Medaillen geworden. Und dabei mussten wir auf Bernadette Graf verzichten, die in den letzten Jahren auch immer für Top-Platzierungen gut war!“

 

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