Europameisterschaft

„Prag war eine Reise wert!“

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ÖJV-Präsident Martin Poiger war in Doppelfunktion in Prag, als EJU-Büroleiter und als oberster Vertreter von Judo Austria. Seine Bilanz der drei EM-Tage fällt durchwegs positiv aus.

Hat sich der große organisatorische Aufwand ausgezahlt, um diese EM in Prag überhaupt durchführen zu können?

Martin Poiger: „Wichtigster Fakt: Von 1.700 Corona-Tests waren nur 3 positiv – das betraf einen Athleten, einen Kampfrichter und einen Coach. Jede Athletin, jeder Athlet wurde alle 48 Stunden getestet – es hat sich ausgezahlt, dass die Gesundheitsvorgaben so streng waren. Die Bedingungen in der O2-Arena waren erstklassig, das Niveau der Kämpfe konnte sich sehen lassen, die TV-Produktion auch. Also das war sicher Werbung für Judo – Prag war eine Reise wert!“

Wie zufrieden bist Du mit dem Abschneiden des ÖJV-Teams?

Poiger: „Wie sich schon beim Grand Slam in Budapest angedeutet hat: Wir sind absolut konkurrenzfähig. Da kann ich nur Sportdirektor Markus Moser und dem Trainerteam gratulieren. Sie haben unter diesen schwierigen Voraussetzungen und unter den sich ständig ändernden Voraussetzungen einen toll Job gemacht. Unser Nationalteam hat sich ausgezeichnet präsentiert. Wir haben zum 8. Mal in Folge eine Medaille gewonnen. Die Silberne ist Magda wirklich zu gönnen, sie hatte eine längere sportliche Durststrecke, in Prag ist endlich der Knoten geplatzt. Eine Olympiasiegerin und eine WM-Dritte auf dem Weg ins Finale zu schlagen, spricht für sich. Bei Stephan Hegyi war’s schade, dass er am Schluss die Medaille noch aus der Hand gegeben hat. Aber Stephan ist jederzeit für eine Medaille gut. Auch Lukas Reiter hat bewiesen, dass er Top-Leute schlagen kann. Für Michaela Polleres gilt: Auch eine Weltranglisten-Vierte kann im Judo einmal vorzeitig ausscheiden. Das ist kein Malheur, das kommt vor. Ich bin sicher, beim Masters in Katar im Jänner präsentiert sie sich wieder von ihrer besten Seite.“

Wie geht’s für das Nationalteam weiter?

Poiger: „Unsere Leistungssportlerinnen und Leistungssportler können zum Glück uneingeschränkt weiter trainieren. Ende November wird das Nationalteam wieder zusammengezogen. Der Betrieb im neuen ÖJV-Bundesstützpunkt in Linz beginnt dann im Jänner.“

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