Europameisterschaft

Silber für Magdalena!

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Erfolgserlebnis für Judo Austria am 2. Wettkampftag bei der Europameisterschaft in Prag: Magdalena Krssakova (-63) gewann nach Erfolgen gegen Olympiasiegerin Tina Trstenjak (SLO) und Martyna Trajdos (GER), WM-Dritte 2019, die Silbermedaille. Im Finale unterlag die 26-Jährige der 4-fachen Weltmeisterin und Weltranglisten-Ersten Clarisse Agbegnenou (FRA/1) mit Ippon. „Gratulation an Magda – sie hat überzeugendes Angriffs-Judo gezeigt. Damit haben wir als Verband die erwartete Medaille“, freute sich ÖJV-Nationaltrainer Patrick Rusch.

„Ich habe seit gut einem Jahr keine gute Leistung auf internationaler Ebene abrufen können, bin immer an der zu hohen Fehlerquote gescheitert. Dass ich heute so viele starke Mädels schlagen konnte, ist richtig cool“, strahlte Magdalena Krssakova. Im Finale war freilich nichts zu holen, Abonnement-Weltmeisterin Agbegnenou gelang nach nur 23 Sekunden mit einer Kontertechnik die Ippon-Entscheidung.

Das erste Ausrufezeichen gelang Magdalena Krssakova im Viertelfinale: Die Wienerin schaltete Olympiasiegerin Tina Trstenjak (SLO) mit Harai-Goshi im Golden Score aus. Im Semifinale machte Krssakova dann mit der WM-Dritten Martyna Trajdos (GER) kurzen Prozess, gewann nach einer halben Minute durch Tani-Otoshi mit Ippon. Im Vorfeld sprach Magda davon, „unbedingt eine Medaille holen zu wollen – als Motivation für die Spiele 2021 in Tokio“. Silber hatte sie damit schon fix – damit wird auch die ÖJV-Erfolgsserie bei Europameisterschaften prolongiert. Seit 2013 gewann Judo Austria immer zumindest eine Medaille. Die Hoffnung auf den ersten rot-weiß-roten EM-Titel seit 2011 (Sabrina Filzmoser, Istanbul, -57 kg) währte freilich nur kurz. „Ich hab‘ einen falschen Schritt gemacht, das hat sie eiskalt ausgenützt“, meinte Magdalena Krssakova. Patrick Rusch: „Da hat Magda vielleicht zu viel gewollt. Aber sonst war das ein richtig toller Tag. Magda hatte ein Hammerlos, hat hintereinander mehrere Angstgegnerinnen besiegt. Hut ab!“

Gleich in Runde eins war am Freitag für die als Nummer 3 gesetzte Michaela Polleres Endstation. Die 23-jährige Niederösterreicherin unterlag der Slowenin Anka Pogacnik mit Waza-ari. Es war im 3. Aufeinandertreffen die erste Niederlage für die Weltranglisten-Vierte.

Achtungserfolg: Lukas Reiter egalisierte mit Platz sieben sein bestes EM-Ergebnis. 2017 hatte er in Warschau als Siebenter überrascht, auch heuer in Prag wuchs der Niederösterreicher phasenweise über sich hinaus. Der Auftaktsieg gegen den Ukrainer Artem Khomula war zwar noch im Bereich des Erwartbaren, der Viertelfinal-Sieg gegen Bilal Ciloglu kam überraschend. Der Türke hat immerhin EM-Bronze 2018, zwei World-Tour-Siege und der Junioren-WM-Titel 2018 zu Buche stehen. Eine knappe Niederlage im Viertelfinale gegen den späteren Europameister Victor Sterpu (MDA) und eine Niederlage gegen Tommy Macias in der Hoffnungsrunde besiegelten Platz sieben und wertvolle Punkte für die Olympia-Qualifikation. „Lukas ist am richtigen Weg, er kann auch die Top-Leute schlagen. Eigentlich wäre da heute ncoh mehr möglich gewesen, auch eine Medaille“, analysierte Rusch.

Nicht ganz nach Wunsch verliefen die EM-Auftritte für das Brüder-Duo Shamil und Wachid Borchashvili. Shamil schied nach einem Arbeitssieg und einer Waza-ari-Niederlage gegen den starken Türken Veda Albayrak im Achtelfinale aus. Für Wachid war schon zum Auftakt gegen den Kroaten Dominik Druzeta Endstation.

Ergebnisse, Europameisterschaft Prag, Freitag, 2. Wettkampftag:

-63 kg, 1. Runde: Magdalena Krssakova – Freilos; 2. Runde: Krssakova – Isabel Puche (ESP) Waza-ari-Sieg nach 1:37 Min. im Golden Score, Viertelfinale: Waza-ari-Sieg im Golden Score mit Harai-Goshi gegen Tina Trstenja (SLO/2), damit Pool-Sieg, im Semifinale Ippon-Sieg nach 32 Sekunden mit Tani-Otoshi gegen Martyna Trajdos (GER) -, Finale: Ippon-Niederlage nach 23 Sekunden gegen Clarisse Agbegnenou (FRA/1) – Rang 2;

-70 kg, 1. Runde: Michaela Polleres – Freilos; 2. Runde: Polleres – Anka Pogacnik (SLO) Waza-ari-Niederlage nach 4 Min. – unplatziert;

-73 kg, 1. Runde: Lukas Reiter – Freilos; 2. Runde: Reiter – Artem Khomula (UKR) Waza-ari-Sieg nach 4 Min.; 3. Runde: Reiter – Bilal Ciloglu (TUR) Waza-ari-Sieg nach 2:21 Min. im Golden Score; Viertelfinale: Waza-ari-Niederlage im Golden Score gegen Victor Sterpu (ROU), Repechage: Ippon-Niederlage nach 2:53 Min. gegen Tommy Macias (SWE) – Platz 7.

-81 kg, 1. Runde: Wachid Borchashvili – Freilos; Shamil Borchashvili – Freilos; 2. Runde: Wachid Borchashvili – Dominik Druzeta (CRO) Waza-ari-Niederlage nach 4 Min. – unplatziert; Shamil Borchashvili – Dorin Gotonoaga (MDA) Waza-ari-Sieg nach 1:58 Min. im Golden Score; 3. Runde: Shamil Borchashvili – Vedat Albayrak (TUR) Waza-ari-Niederlage nach 4 Min. – unplatziert.

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