European Open

Borchashvili und Bubanja triumphieren in Oberwart

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Die zehnte Edition des Heimturniers in Oberwart ist am Sonntag mit zwei rot-weiß-roten Erfolgen zu Ende gegangen. Wachid Borchashvili (-81 kg) und Marko Bubanja (-90 kg) holten sich in ihren Gewichtsklassen den Turniersieg. Erfolgreicher waren Österreichs Herren in den vergangenen zehn Jahren im Südburgenland nie: Dank der beiden Gewinner und dem dritten Rang von Kimran Borchashvili (-60 kg) vom Vortag durfte man über drei Podestplätze jubeln. Daniel Allerstorfer als Fünfter (+100 kg) und Mario Buchebner als Siebenter (-90 kg) holten weitere Platzierungen.

Wachid Borchashvili (-81 kg) marschierte mit vorzeitigen Siegen gegen Kerim Ouerfelli (POL), Pavel Svec (CZE), Marcel Cercea (ROU) und den Japaner Kamui Watanabe ins Semifinale. Den Einzug ins Finale fixierte der Welser mit einem weiteren Erfolg über den Kanadier Etienne Briand. Ein satter Ippon-Wurf in der Verlängerung des Finalkampfes gegen den Franzosen Baptiste Pierre bescherte dem 21-Jährigen seinen ersten Turniersieg auf European-Open-Ebene. Am Vortag hatte sein Bruder Kimran den dritten Platz in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm geholt.

Marko Bubanja (-90 kg) zog nach einem Freilos und Siegen gegen Roland Goz (HUN) und Jan Reijntjens (NED) ins Viertelfinale ein. Dort setzte sich der Wiener gegen den Serben Bosko Borenovic mit Ippon durch, auch den Franzosen Paul Livolsi besiegte Bubanja im Semifinale vor Ablauf der regulären Kampfzeit. Gegen den Russen Roman Dontsov gewann der 24-Jährige im Finale per Festhalter. Nach dem Erfolg 2019 in Warschau ist der Triumph in Oberwart Bubanjas zweiter Turniersieg bei European Open.

Für Daniel Allerstorfer (+100 kg) begann das Turnier mit einem Waza-ari-Sieg gegen den Ungarn Peter Arvai. Nach einer Niederlage gegen den Russen Anton Brachev ging es für den Olympia-Teilnehmer von 2016 in die Hoffnungsrunde, in der er sich gegen den Franzosen Nabil Zalagh durchgesetzt hat. Im Kampf um Platz drei war der Mühlviertler gegen den Mongolen Tsetsentsengel Odkhuu schon mit Waza-ari in Führung gelegen, musste sich letztlich aber mit Ippon geschlagen geben. Am Ende blieb Platz fünf.

Mario Buchebner (-90 kg) zog nach einem Freilos und Siegen gegen Yuta Galarreta Villar (PER) und Wojciech Punda (POL) ins Viertelfinale ein, in dem er dem Franzosen Livolsi unterlag. Eine Niederlage in der Hoffnungsrunde gegen den Serben Borenovic besiegelte letztlich Platz sieben.

Adam Borchashvilli, Daniel Herzog (beide -81 kg), Michael Niederdorfer, Johannes Pacher, Aslan Papoyan (alle -90 kg), Niko Herzog und Moritz Moser (beide -100 kg) blieben ohne Kampfsieg.

Mit insgesamt drei Podestplätzen für die ÖJV-Herren und zwei weiteren Top-7-Platzierungen fällt die sportliche Bilanz aus rot-weiß-roter Sicht sehr zufriedenstellend aus. „Die Jungs haben die Erwartungen hier übertroffen. Die gezeigten Leistungen stimmen uns für die weiteren Aufgaben wirklich zuversichtlich. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus Oberwart weg. Lachend, weil die Ergebnisse so toll waren, weinend, weil es das vorerst letzte Turnier hier war. Ich kann den Organisatoren nur gratulieren, das war immer ein sehr gut veranstaltetes Event“, betonte Herren-Nationaltrainer Béla Riesz. Die European Open in Oberwart waren bis auf Weiteres das letzte große internationale Heimturnier der allgemeinen Klasse auf österreichischem Boden. „Ein Turnier dieser Kategorie ist mit einem sehr hohen Organisationsaufwand verbunden. Die Austragung macht nur Sinn, wenn das auch aus wirtschaftlicher Sicht tragbar ist“, hatte ÖJV-Präsident Poiger am Donnerstag im Rahmen eines Pressegespräches erklärt.

Die Podestplätze in Oberwart – Sonntag

-81 kg: 1. Wachid Borchashvili (AUT), 2. Baptiste Pierre (FRA), 3. Benedek Toth (HUN) und Kamui Watanabe (JPN)
-90 kg: 1. Marko Bubanja (AUT), 2. Roman Dontsov (RUS), 3. Paul Livolsi (FRA) und Jamal Petgrave (GBR)
-100 kg: 1. Leonardo Goncalves (BRA), 2. Rafael Buzacarini (BRA), 3. Zsombor Veg (HUN) und Serik Salmenov (KAZ)
+100 kg: 1. Takuto Kimoto (JPN), 2. Sosuke Matsumura (JPN), 3. Tsetsentsengel Odkhuu (MGL) und Temuulen Battulga (MGL)

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