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Verzögerter Abflug

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Aus Montag wurde Dienstag: Der Abflug des ÖJV-Teams zum Grand Slam nach Tel Aviv (18. – 20.2.) verzögerte sich um 24 Stunden. Grund: Das israelische Organisationskomitee bat Judo Austria, aus logistischen Gründen erst den Dienstag-Charter (von Istanbul, ab 20 Uhr, Ortszeit) zu nehmen. Gesagt, getan. Das zehnköpfige Team (Magda Krssakova/-63, Michaela Polleres/-70, Lukas Reiter/-73, Shamil Borchashvili/-81, Aaron Fara/-100, Stephan Hegyi/+100, Headcoach Yvonne Bönisch, Nationaltrainer Patrick Rusch, Physiotherapeutin Corinna Kasper, Kampfrichter Roland Poiger) flog Dienstagvormittag von Wien ab. Die drei „IJF-Judo-Air“-Charterflüge – zwei ab Istanbul, einer ab Paris – waren notwendig geworden, weil der Ben-Gurion-Airport in Tel Aviv für den normalen Flugbetrieb bis mindestens 20. Februar geschlossen bleibt. Die ÖJV-Delegationsmitglieder mussten sich bereits 2 PCR-Tests unterziehen. Die Ergebnisse waren allesamt negativ.

Zahlen & Fakten zum Grand Slam in Tel Aviv:

  • Die TeilnehmerInnen-Zahl nahm in den letzten Tagen leicht ab: Aktuell stehen 422 Judoka (174 Frauen/248 Männer) aus 60 Nationen auf der Nennliste. Von den großen Judo-Nationen fehlt nur Japan.
  • Die bestgereihte ÖJV-Athletin ist nicht wie gewohnt die Weltranglisten-Siebente Michaela Polleres (-70kg/als Nummer 5 gesetzt – aus den Top-10 der Weltrangliste sind 6 Athletinnen mit von der Partie), sondern Vize-Europameisterin Magda Krssakova (- 63 kg/Nummer 4 in der Setzliste). Das Starterinnenfeld wird von Olympiasiegerin Tina Trstenjak (SLO), die zuletzt öfters mit Krssakova trainierte, angeführt. Aus den Top-10 der Weltrangliste sind  -63 kg „nur“ zwei dabei. Neben Trstenjak auch noch ihre Landsfrau Andreja Leski (Nr. 10), die die 26-jährige Wienerin zuletzt beim Masters in Doha im Kampf um Bronze niederrang. Ebenfalls gesetzt ist Stephan Hegyi als Nummer 7 im Superschwergewicht (+100).
  • Michaela Polleres und Stephan Hegyi haben durchwegs positive Erinnerungen an Tel Aviv. Vor zwei Jahren holten sie mit EM-Bronze jeweils ihre ersten Medaillen in der allgemeinen Klasse – im Alter von 20 bzw. 19 Jahren.
  • Der Ben-Gurion-Airport ist noch mindestens bis 20.2. gesperrt – deshalb musste die IJF auf 3 Charterflüge (2 aus Istanbul, 1 heute, 1 morgen, 1 aus Paris, heute) ausweichen, von der Regierung gibt’s eine Ausnahme-Landegenehmigung für die „Judo Air“.
  • In der Shlomo Arena (Fassungsvermögen: 3.500 BesucherInnen) sind Zuschauer diesmal nicht erlaubt.
  • Das Turnier zählt zur Olympia-Qualifikation – bis 13.6.2021 stehen insgesamt noch 5 Turniere auf dem Programm (darunter auch EM und WM bzw. insgesamt 3 Grand-Slam-Turniere). Aktuell wären mit Sabrina Filzmoser (-57), Magdalena Krssakova (-63), Michaela Polleres (-70), Bernadette Graf (-78), Shamil Borchashvili (-81) und Stephan Hegyi (+100) insgesamt sechs ÖsterreicherInnen für Tokio qualifiziert. Laurin Böhler, Aaron Fara (beide -100) und Lukas Reiter (-73) dürfen sich noch Hoffnungen machen, ein Fix-Ticket für die Olympischen Spiele zu ergattern.

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