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Kein Happy-End

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Die Aufgabenstellung war klar: Lukas Reiter braucht dringend Weltranglisten-Punkte fürs Olympia-Ranking. Der Niederösterreicher wollte beim Grand-Slam-Turnier in Antalya (TUR) unbedingt anschreiben. Doch der Plan ging knapp nicht auf. Der 25-Jährige musste sich in Runde zwei dem Türken Bilal Ciloglu, seines Zeichens als Nummer 2 gesetzt und die Nummer 9 der Weltrangliste, im Golden Score nach 6:09 Minuten Kampfzeit mit Ippon (3 Shidos) geschlagen geben und blieb unplatziert. Damit steht’s im persönlichen Head-to-Head mit Ciloglu 1:2. Den letzten Kampf, bei der EM in Prag im November, hatte Reiter für sich entschieden.

„Wirklisch schade! Es war ein extrem spannender Kampf – auf Augenhöhe. Lukas hätte auch gewinnen können. Am Ende hatten beide zwei Strafen, entschieden Nuancen“, lobte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser. Nachsatz: „Am Punktekonto schlägt sich die gute Leistung leider nicht nieder.“

Am Samstag, am 3. und letzten Wettkampftag in Antalya, sind insgesamt 5 Österreicher im Einsatz. Auf Stephan Hegyi (+100) wartet  ein – im doppelten Sinne – schwerer Brocken. Sollte der als Nummer 8 gesetzte Wiener (nach einem Freilos) in Runde zwei den Sieger aus Uladzislau Tsiarpitski (BLR)/Sayan Nasirfur (TUR) bezwingen, dann bekommt es der 23-jährige Wiener voraussichtlich im Viertelfinale mit Lukas, dem Großen, Krpalek, seines Zeichens Olympiasieger, Doppel-Weltmeister und Weltranglisten-Erster, zu tun. Die beiden trafen bislang erst einmal aufeinander und zwar im EM-Halbfinale 2018 in Tel Aviv. Favorit Krpalek behielt mit Waza-ari die Oberhand und holte später Gold, Stephan Hegyi gewann damals seine erste EM-(Bronze-)Medaille.

Grand-Slam Antalya (TUR), 2. Wettkampftag, Männer, -73 kg, 1. Runde: Lukas Reiter – Cedric Bessi (MON) Ippon-Sieg nach 23 Sekunden, 2. Runde: Ippon-Niederlage im Golden Score nach 6:08 Min. (3, Shido) gegen Bilal Ciloglu (TUR/als Nr. 2 gesetzt) – unplatziert.

Die Auftaktgegner der ÖJV-Judoka, Grand-Slam Antalya, Samstag (3. Wettkampftag, Vorrunde ab 9:45, Finale ab 16): -90, 1. Runde: Adam Borchashvilli (Galaxy Judo Tigers/W) – Komronshokh Ustopiriyon (TJK/Nr. 26), Johannes Pacher (Galaxy Judo Tigers/W) – Raphael Schwendinger (LIE/Nr. 112); -100, 2. Runde: Aaron Fara (JC Wimpassing/NÖ) – Daniel Dichev (BUL/Nr. 41); +100, 1. Runde: Daniel Allerstorfer (UJZ Mühlviertel/OÖ) – Ali Omar (LBA/Nr. 67), 2. Runde: Stephan Hegyi (S.C. Hakoah/W/als Nummer 8 gesetzt) – Uladzislau Tsiarpitski (BLR/Nr. 50)/Sayan Nasirfur (TUR/nicht geführt, 27 J.), im Viertelfinale würde voraussichtlich Lukas Krpalek(CZE/1) warten.

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