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Sieg in Griffweite

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„Ich war diesmal richtig knapp dran am Sieg. Ich kann mir im Kampf gegen Tina (Trstenjak) nichts vorwerfen. Ich hab‘ meinen Plan zu 100 Prozent durchgezogen. Mein Griff war diesmal vielleicht nicht so dominant wie bei meinem Sieg bei der EM in Prag. Aber ich kann wirklich zufrieden sein“, lächelt Magdalena Krssakova. Der 3. Rang in Tel Aviv ist „einfach cool!“

Gut, dass es im Team-Hotel in Tel Aviv eine Bar gibt. Auf mehrere Tische verteilt konnte – mit entsprechender Distanz und mit Mund-Nasen-Schutz – auf Magdalena Krssakovas Bronzemedaille  beim 1. Grand-Slam-Turnier des Jahres angestoßen werden. Zuvor fand die 26-jährige Wienerin noch Zeit für ein Kurz-Interview.

Rang 3 –  Dein Ziel, eine Medaille zu holen, hast Du erreicht. Die Erfolgsserie seit dem Vize-EM-Titel in Prag geht weiter. Wie zufrieden bist Du mit Bronze und dem heutigen Tag an sich?

Magdalena Krssakova: „Natürlich sehr zufrieden. In meinen ersten Kämpfen hab‘ ich jeweils einen Rückstand aufgeholt. Das ist gut fürs Selbstvertrauen: Ich weiß, dass ich auch zurückkommen kann. Dann kam der Kampf gegen Tina Trstenjak. Im Head-to-Head stand’s 1:6. Aber ich wusste seit meinem Viertelfinal-Sieg bei der EM in Prag im November, dass ich sie schlagen kann. Ich wollte das gleiche Konzept durchziehen, stark dagegen halten, sie dauernd beschäftigen. Mein Griff war diesmal vielleicht nicht ganz so dominant wie in der O2-Arena. Aber ich glaube, ich habe es gut gemacht. Es war ein unglaublich schneller, harter, fast brutaler Kampf. Wir haben uns nichts geschenkt. Ich hätte genauso gut gewinnen können. Die 3. Strafe für mich kam mir ein bisschen zu früh. Man hätte auch sie bestrafen können.“

Wenn man weiß, dass Tina dann das Turnier letztlich gewonnen hat: Wie knapp dran warst Du an Deinem ersten Grand-Slam-Sieg?

Krssakova: „Ja, ich hätte heute  auch gewinnen können, da hat nicht mehr viel gefehlt. Diese Erkenntnis macht mich ein bisschen stolz. Ich weiß, dass ich alle schlagen kann, auch die Olympiasiegerin. Und Tina muss sich endgültig eingestehen, dass sie gegen mich aufpassen muss.“

Auch das Duell um Bronze ging in die Overtime. Hatte Gili Sharir einen Heimvorteil?

Krssakova: „Zuschauer sind ja nicht erlaubt. Nur ihre TeamkollegInnen und die Volunteers, zusammen vielleicht 50 Personen. Die haben natürlich alle für sie Stimmung gemacht. Das erste Shido gegen mich kam sehr schnell. Ich tu‘ mir mit ihrem Kampfstil schwer, sie ist kleiner, greift tief an. Das ist gewöhnungsbedürftig. Aber ich glaube, am Ende habe ich absolut verdient gewonnen.“

Wie zufrieden bist Du mit Deinem Erfolgslauf im Olympiajahr 2021?

Krssakova: „Ich würde sagen, ich bin absolut im Plan und endgültig an der Spitze angekommen. Ich habe viel Selbstvertrauen, bin körperlich nach einer kleinen Knieverletzung wieder top-fit. Mir macht Judo richtig Spaß. So kann’s weitergehen…“

 

 

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