Eigentlich hatte ihn niemand auf der Rechnung, zumindest nicht für den Tagessieg. Aber Issa Naschcho (-90/LZ Multikraft Wels/OÖ) war am zweiten Wettkampftag der European Open in Sofia eine Klasse für sich. Der ungesetzte 22-Jährige benötigte für seine fünf Kämpfe – bis zu seinem ersten internationalen Erfolg in der allgemeinen Klasse – 12:38 Minuten. Im Finale um Gold setzte er sich mit Ippon – nach Festhaltegriff – gegen den ebenfalls ungesetzten Athanasios Mylonelis (GRE) durch. Im Semifinale hatte Naschcho in einem internen ÖJV-Duell den als Nummer zwei gesetzten Thomas Scharfetter (-90/JC Sanjindo Bischofshofen/S) ausgeschaltet. Der Kampf gegen seinen Landsmann war auch der einzige, der über die reguläre Kampfzeit von vier Minuten ging. Alle anderen Duelle entschied der Welser vorzeitig. „Ich bin sehr stolz auf diese Leistung, noch dazu in der neuen Gewichtsklasse, habe in allen Kämpfen das taktische Konzept durchgezogen und war sehr fokussiert. Ich glaube, ich habe verdient gewonnen. Besser hätte das Judojahr 2026 für mich nicht beginnen können“, strahlte Issa Naschcho.
Auf dem Weg zu Gold hatte Issa Naschcho auch Omer Salem (ISR), Stevan Nikcevic (MNE) und Anton Dimitrov (BUL) ausgeschaltet.
Thomas Scharfetter und Movli Borchashvilli (+100/Galaxy Judo Tigers/W/3) belegten jeweils den fünften Rang. Insgesamt waren in Sofia 385 Judoka aus 39 Nationen am Start. Judo Austria findet sich im Medaillenspiegel auf Rang sechs wieder – mit 1 x Gold (Issa Naschcho/-90), 1 x Bronze (Elena Dengg/-78), zwei fünften Rängen (Thomas Scharfetter/-90, Movli Borchashvilli/+100) und einem siebenten Platz (Carina Klaus-Sternwieser/-52). Erfolgreichste Nation war Gastgeber Bulgarien (3-1-3-2-2).




