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Auf den Spuren von Magda

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Olympia-Kader-Athletin Magda Krssakova traf sich am Dienstag in Graz mit den steirischen Judo-Talenten Verena Hiden, Lisa Tretnjak und Marcus Auer. Am Nachmittag stand am Red-Bull-Ring in Spielberg ein Fotoshooting mit Nina Bärnthaler, Paula Filzwieser und Marissa Maier (alle von Askö Zeltweg) an.

Judo Austria ist seit dem Schulstart auf Bundesländer-Tour. Vergangene Woche gastierte man in Vorarlberg und Tirol, heute, Dienstag, stehen Graz und Spielberg auf dem Programm. Mit dabei ist Olympia-Starterin Magda Krssakova. Die 26-jährige Wienerin machte zuletzt beim Nationalteam-Trainingslager in St. Johann im Pongau erste Bekanntschaft mit Steiermark-Nachwuchstalent Lisa Tretnjak (SU Noricum Raiba Leibnitz, – 63 kg).

Der Judo-Alltag kehrt langsam, in kleinen Schritten, zurück. Auch für den Landesverband Steiermark. Die AthletInnen haben sich an Trainings-Anwesenheitslisten und Gesundheits-Tagebücher gewöhnt. Good News: Das Warten bis zum Re-Start der IJF-Tour soll im Oktober ein Ende finden. Trainingslager mit ausländischer Beteiligung sind ab sofort wieder erlaubt. Die Österreichischen Meisterschaften sind für 17./18. Oktober 2020 in Oberwart (Bgld) angesetzt.

Judo Steiermark-Präsident Thomas Auer hat Ende Jänner sein Amt angetreten. Er war früher selbst Judoka, wie auch seine Frau, Sohn Marcus „hat mich aber längst überholt, ich bin in Sachen Judo sportlich nur mehr die Nummer 3 in der Familie“, sagt er. Seine Ziele sind längst andere: „Unser Vorbild muss Oberösterreich sein. Die sind im Judo strukturell so gut aufgestellt, dass sie ständig EM-TeilnehmerInnen in der allgemeinen Klasse produzieren. Bei uns war Andreas Mitterfellner vor 10 Jahren der letzte. Es wird Zeit, dass jemand nachkommt.“

Im Nachwuchsbereich sieht es gut aus: Mit Lisa Tretnjak (-63 kg), Verena Hiden (-57 kg) und Marcus Auer (-55 kg) hat die Steiermark drei aktuelle U-18-StaatsmeisterInnen. „Drei, die alle nötigen Voraussetzungen mitbringen: Talent, Ehrgeiz, körperliche Voraussetzungen und das entsprechende familiäre Umfeld“, betont Landestrainer Bernhard Weißsteiner.

Lisa Tretnjak: „Um mein Leben gekämpft!“

„Nach der langen Wettkampf-Pause hat das Trainingslager in St. Johann richtig gutgetan“, erzählt die 16-jährige Leibnitzerin. 100 AthletInnen aus 7 Nationen waren mit dabei – darunter die ÖJV-Asse Bernadette Graf, Magda Krssakova, Michaela Polleres und Stephan Hegyi bzw. die niederländische Weltranglisten-Dritte Sanne van Dijke (-70 kg) und die Schwedin Anna Bernholm (Nummer 8 der Welt/-70 kg). „Ich habe in den Randoris wie um mein Leben gekämpft. Jede gute Aktion war für mich wie ein Sieg. Auch gegen Magda war ich mit meiner Leistung zufrieden, habe mich möglichst teuer verkauft. Aber natürlich merkst du schnell, dass sie körperlich viel stärker ist.“

Die aktuelle U-18-Meisterin plant, bei den Österreichischen Titelkämpfen in Oberwart (17./18. Oktober) anzutreten. „Ich hoffe, die Meisterschaften können stattfinden – Ziel wäre meine erste Medaille in der allgemeinen Klasse.“ Favoritin in ihrer Gewichtsklasse ist eine gewisse Magda Krssakova.

Verena Hiden: „Es hätte schlimmer kommen können!“

Es passierte vor zwei Wochen beim Trainingslager in Deutschlandsberg, in einem Bodenkampf. Verena Hiden erlitt eine Ellbogenluxation. „Die Heilung verläuft gut, in spätestens einem Monat sollte ich wieder mit dem Judo beginnen können“, sagt die 17-Jährige. „Ich hatte von Anfang an kaum Schmerzen, es hätte wirklich schlimmer kommen können. Aber noch kann ich den rechten Arm nicht ganz durchstrecken. Es fühlt sich nach wie vor ein bisschen komisch an.“ Dass Mama Monika, frühere Judo-Staatsmeisterin, auch Heilmasseurin ist, kommt natürlich nicht ungelegen.

„Für die U-18-EM in Riga bin ich sicher wieder voll fit“, betont Verena. Ob die Kadetten-EM im November in Riga (LAT) stattfinden kann, lässt sich nicht voraussagen. „Es wäre ihre letzte Chance auf eine U-18-EM-Medaille“, weiß Bernhard Weißsteiner, um gleich zu relativieren: „Für den weiteren Karriereweg ist das nicht entscheidend. Da zählen die kommenden Jahre in der U-21 und in der allgemeinen Klasse mehr.“

Marcus Auer: „Bin sicher körperlich stärker geworden!“

Wenn’s nach Marcus Auer geht, dann wird er am 17. Oktober in Oberwart sein, um bei der Staatsmeisterschaft in der allgemeinen Klasse den Wettkampf-Restart erleben zu können. „Ich brauche Trainingslager und Wettkämpfe. Beim Klub fehlen mir in meiner Gewichtsklasse die gleichwertigen Gegner“, erzählt der 17-Jährige. „Die Trainingslager in Leibnitz und Pinkafeld haben mir richtig gutgetan. Ich bin durch die Corona-Pause sicher körperlich stärker geworden, aber technisch habe ich sicher noch Aufholbedarf.“

Auch der Grazer dürfte sich – nach seinem Finaleinzug bei Unter-18-Europacup in Follonica (ITA) – bei der U-18-EM in Riga (LAT) gute Chancen ausrechnen. „Eine Medaille liegt im Bereich des Möglichen“, glaubt Coach Bernhard Weißsteiner.

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