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„Ein Wurf-Dummie ersetzt keine echten Gegner!“

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Als Einstimmung auf den Judo-Gipfel Österreich – Deutschland fand im Studio 3 ein Club ORF SPORT + zum Thema Kampfsport statt. Die wichtigsten Judo-Quotes:

Sabrina Filzmoser: „Wenn man trainieren möchte, findet man als Profi-Sportler immer die Möglichkeit, auch während Corona, etwas zu tun. Man kann sich mit Wurf-Dummies behelfen, das ersetzt aber natürlich auf Dauer nicht die echten Gegner. Wir sind erleichtert, dass die Deutschen nicht kalte Füße bekommen und abgesagt haben. Auf diesen Test, diese Standortbestimmung freuen wir uns alle. Das tut gut, nach sechs langen Monaten Wettkampfpause.“

Michaela Polleres: „Ich bin top-fit, konnte meine Wehwechen in den letzten Wochen auskurieren, hab‘ an meiner Ausdauer gearbeitet.  In Corona-Zeiten war Eigenverantwortung besonders gefragt. Es ist interessant, wenn du dein Training plötzlich selbst organisieren musst, ganz ohne Trainer. Wir als AthletInnen fühlen uns von der neuen Verbandsführung sehr gut betreut. Das gibt Sicherheit.“

Lukas Reiter: „Ich weiß, dass ich jeden schlagen kann. Ich glaube an meine Olympia-Chance. Im Corona-Lockdown blieb genügend Zeit, an meinen körperlichen Schwächen zu arbeiten. Was mir in dieser Zeit besonders bewusst wurde: Es ist beruhigend zu wissen, dass wir durch unsere Förderer – wie Bundesheer, Polizei bzw. private Sponsoren – entsprechend finanziell abgesichert sind. Jetzt hoffen wir, dass Mitte Oktober die IJF-Tour wieder startet und auch die EM in Prag im November stattfinden kann.“

Stephan Hegyi: „Der Weg nach Tokio beginnt für mich jetzt eigentlich nochmals von Neuem. Die WM im letzten Jahr war beeindruckend. Die Halle war voll, die 14.000 Fans sind alle Judo-Enthusiasten. Mein Ziel ist natürlich eine Medaille. Aber dafür muss alles passen. Der Länderkampf gegen Deutschland ist ein erster Schritt zurück.“

ÖJV-Präsident Martin Poiger: „Wir haben schnell gelernt, mit der COVID-19-Situation zu leben. Wir hatten selbst drei positive Fälle im Nationalteam, führen laufend Tests durch. Sicher wären wir nur, wenn alle im Bett bleiben. Und das wollen wir nicht. Das Risiko ist kalkulierbar. Wir sind sehr dankbar, dass die Deutschen auch diesen Länderkampf unbedingt durchziehen wollten. Sie haben die gleichen strengen Regeln wie wir.“

Nationaltrainer Patrick Rusch: „Es ist höchste Zeit, dass wir wieder internationale Vergleichsmöglichkeiten bekommen. Unsere AthletInnen brennen darauf, sich im Wettkampf endlich beweisen zu können.“

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