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General Corina kommt an Bord

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Montag, der 2. November, ist kein normaler Tag für Judo Austria: Während ÖJV-Präsident Martin Poiger schon in Porec die Unter-21- und Unter-23-Europameisterschaft vorbereitet, beginnt im Büro in Wien, 20, eine neue Ära. Corina Korner, 34, Obfrau der Vienna Samurai, startet ihren ersten Arbeitstag als ÖJV-Generalsekretärin und löst Paul Fiala ab. Der 61-Jährige bleibt dem Verband in der Position als „Senior Consultant“ erhalten. „Corina hat einen erfolgreichen Uni-Abschluss und sich in der Vergangenheit bereits in einer Reihe von Positionen im organisierten Sport bewährt. Sie passt perfekt in unser Team, wird mit Sportdirektor Markus Moser im Verband eine Doppel-Spitze bilden“, erläutert ÖJV-Präsident Martin Poiger.

Corina, mit welchem Gefühl startest Du in die neue Aufgabe als Generalsekretärin?

Corina Korner: „Ich freue mich auf die Herausforderung, auch wenn’s klischeehaft klingt: Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich wollte von klein auf im Judo Verantwortung übernehmen. Der erste große Schritt kam 2015, als ich bei den Vienna Samurais Obfrau wurde. Ich habe meine Kindheit und Jugend in der Judohalle verbracht, wurde mit 16 Kampfrichterin und habe früh im Klub mitgearbeitet. Ich habe mich daran gewöhnt, in einer Männer-Domäne tätig zu sein. Das hat mich nicht gestört: Jetzt bin ich die vierte Frau, die in Österreich bei einem olympischen Sommersportverband als Generalsekretärin arbeiten wird. Das ist ein gutes Gefühl.“

Was spricht für Dich?

Korner: „Nicht nur die Frauen-Quote (lacht). Ich arbeite seit Jahren an der Judo-Basis, führe seit fünf Jahren einen Verein mit 300 Mitgliedern. Ich kann Judo, weiß bis ins kleinste Detail, was die Klubs wollen und brauchen. Das ist sicher mein wichtiges Asset. Wir haben in den letzten Jahren als Verband Mitglieder verloren, nicht viele, aber kontinuierlich. Wir wollen die Vereine künftig noch stärker einbinden und schrittweise mehr Mädchen zum Judo bringen. Der Verband steht – dank Paul – sehr gut da. Das macht es – gerade in COVID-19-Zeiten – ein bisschen einfacher.“

Du bist Bundeskampfrichterin, Vienna-Samurai-Klubobfrau und ÖJV-Generalsekretärin. Wie lässt sich das alles unter einen Hut bringen?

Korner: „Das ist meine Judo-DNA. Ich hätte heuer eigentlich die internationale Kampfrichterprüfung ablegen sollen, aber das fiel wegen der Coronakrise vorerst ins Wasser. Ich glaube, es ist gut, dass ich in der Judo-Szene mehrere Funktionen ausübe. Ich habe den direkten Draht zur Basis , höre wahrscheinlich schneller als andere, wenn’s einmal nicht rund läuft…“

 

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