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Lisa ist zurück!

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Ab sofort hat Lisa Dengg (ESV Sanjindo Bischofshofen) wieder die Freigabe fürs ÖJV-Nationalteam. 150 Tage sind seit ihrer 2. Kreuzband-OP am rechten Knie vergangen.  Langsam kehrt für die Sportsoldatin der Judo-Alltag zurück. Dienstagvormittag trifft man sich zum dreitägigen Kurztrainingslager am ÖJV-Bundesstützpunkt Linz. 22 AthletInnen (8 Frauen, 14 Männer) sind einberufen, darunter erstmals auch wieder die 22-jährige Salzburgerin. Ein Kurz-Interview.

Lisa, wie sehr freust Du Dich auf Dein erstes ÖJV-Trainingslager nach der Operation?

Lisa Dengg: „Die Freude ist riesengroß. Mein Knie hält, die Sicherheit im Training kehrt zurück, die Reha läuft voll nach Plan. Nach meiner 1. OP war der Weg gefühlt ungleich härter. Diesmal hatte ich schon nach ein paar Tagen wieder das Gefühl, dass das Knie hält und funktioniert. Die Koordination war eigentlich sofort wieder da. Ich erkläre mir das so: Diesmal war der Oberschenkel-Muskelansatz nicht betroffen und ich bekam eine Spendersehne als Ersatz fürs Kreuzband eingesetzt. Anders ausgedrückt: Der Eingriff war gefühlt nicht so gravierend wie beim ersten Mal. Da hat mir anfangs – ohne Schiene – komplett das Gefühl für die Bewegung gefehlt.“

Wie geht’s Dir im Training? Musst du noch aufs rechte Knie Rücksicht nehmen?

Dengg: „Randoris sind noch tabu, Bodenkampf, Uchi Komi, das geht bereits wieder, auch Griff-Kampf. Körperlich bin ich wahrscheinlich so stark wie noch nie. Da hat mir das Reha-Training natürlich geholfen. Jetzt geht’s darum, dass ich technisch wieder die Alte werde. Schritt für Schritt.“

Noch kennst Du Neo-Headcoach Yvonne Bönisch nur vom Telefon. Was erwartest Du Dir vom Trainingslager in Linz?

Dengg: „Sie will sich natürlich ein persönliches Bild von mir machen. Und wir werden gemeinsam meinen weiteren Weg zurück besprechen. Yvonne hat sehr viel Erfahrung, kann mir technisch sicher viel beibringen. Darauf freue ich mich.“

Du hast Dir den Trainingsplan für die drei Tage in Linz schon schicken lassen. Mittwoch, um 13 Uhr, so heißt es, musst du kurz zurück ins Zimmer. Warum?

Dengg: „Da habe ich eine Online-Prüfung. Länger als 30 Minuten sollte es nicht dauern. Also das werde ich hinkriegen. Uni-mäßig war die Verletzung sicher ein Glücksfall, ich hab‘ einige Prüfungen einschieben können. Aber jetzt hat wieder Judo Vorrang.“

Ab wann denkst Du wieder an ein Wettkampf-Comeback?

Dengg: „Daran denke ich einstweilen noch nicht. Das entscheiden wir, wenn ich zu 100 Prozent wieder fit bin und in den Randoris voll mithalten kann.“

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