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Turnierplanung angelaufen

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Während die IJF an der Durchführung des Grand Slams in Tel Aviv (18. – 20.2.) festhält, hat auch bei Judo Austria die Turnierplanung für 2021 begonnen. Im Rahmen der freitägigen ÖJV-Vorstandssitzung in Linz wurden erste Termin-Vorschläge präsentiert. Die Österreichischen Unter-18 und U-23-Meisterschaften sollen Ende Mai (29./30.5.) in Krems stattfinden, die Österreichischen Unter-16, und U-21-Meisterschaften im Juni (19./20.6.) im kärntnerischen Feldkirchen. Nach aktuellem Stand wird mit einem Re-Start für den Breitensport nach Ostern gerechnet. Die Österreichische Staatsmeisterschaft der allgemeinen Klasse ist im Oktober in Salzburg geplant. Die Judo-Bundesliga wird erst im Herbst 2021 starten, das Final-Four soll in Gmunden im November in Szene gehen (20.11.). An einem Konzept für die verkürzte Ausgabe wird gearbeitet.

Was sonst noch bei der Vorstandssitzung auf der Tagesordnung stand, erzählt ÖJV-Präsident Martin Poiger:

Noch sind’s knapp zwei Monate bis Ostern. Wie hart ist das Warten auf den Re-Start für die Vereine?

Martin Poiger: „Natürlich ist es für die Klubs schwer, die Mitglieder via Online-Training an der Stange zu halten. Wir versuchen positive Perspektiven aufzuzeigen, helfen den Vereinen bei der NPO-Fonds-Einreichung. Samstag haben wir ein Online-Kata-Seminar angeboten. Das U-18-Nationalteam hält gerade ein Trainingslager in Linz ab. Wir haben ihnen nach der Vorstandssitzung einen Besuch abgestattet. AthletInnen wie BetreuerInnen werden im 48-Stunden-Rhythmus getestet. Positive Fälle waren in unseren Trainingslagern die absolute Ausnahme, das gilt auch für die World Tour. Der Leistungssport läuft besser als zu erwarten war. Mit dem Nachwuchs- und Amateursport wollen wir nach Ostern richtig durchstarten.“

Neo-Headcoach Yvonne Bönisch war bei der Vorstandssitzung im Olympiazentrum Linz prominenter Gast. Was hat sie berichtet?

Poiger: „Yvonne ist etwas mehr als ein Monat im Amt, hat bereits vier Trainingskurse und das World Masters in Katar hinter sich. Sie hat dem Vorstandsteam die Olympia-Vorbereitung skizziert. Bis jetzt fühlt sie sich sehr gut aufgenommen. Das Training läuft gut, die Stimmung könnte nicht besser sein. Yvonne bringt frischen Wind, die AthletInnen sind extrem motiviert. Und die Zusammenarbeit mit Nationaltrainer Patrick Rusch funktioniert ausgezeichnet. Ich bin zuversichtlich, es geht in dieser Tonart weiter. Dann sollten wir heuer noch eine Reihe von Medaillen holen können – im Idealfall auch bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.“

Die EM im April in Lissabon (16. – 18.4.), die WM im Juni in Budapest als letztes Olympia-Qualifikationsturnier (6. – 13.6.) und schließlich die Olympischen Spiele (24. – 31.7.). 2021 ist für Judo ein Super-Jahr. Welche Vorgaben gibt es von Vorstandsseite?

Poiger: „Wir sind im Prinzip nicht dazu da, den Druck von außen zu erhöhen. Aber wir sind für klare Ansagen – Yvonne Bönisch ist eine klare Verfechterin von Transparenz. Sie hat sehr präzise Vorstellungen und dazu gehören natürlich auch zählbare Resultate, d.h. Medaillen bei Großveranstaltungen. Unser Anspruch ist bei jedem Großereignis klar: Wir sind zufrieden, wenn wir wie bei der EM in Prag im November eine Medaille holen. Das gilt letztlich auch für Lissabon, Budapest und Tokio. Aber natürlich kann man nicht über Nacht Wunderdinge erwarten. Uns geht es darum, dass wir alle Voraussetzungen schaffen, dass unser Olympia-Kader bei den Top-Events in Top-Form ist. Dann kommen die Medaillen von alleine. Spätestens 2024 in Paris soll es jedenfalls wieder eine ÖJV-Olympia-Medaille geben.“

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