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WM-Tag sechs

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Die Bilder sind noch in bester Erinnerung: Bernadette Graf (-78 kg/Judozentrum Innsbruck/T) holt bei der EM in Lissabon Mitte April nach fast einjähriger Verletzungs- und Krankheitspause (COVID-19) ihre 5. Bronzemedaille, die vierte in einem Einzelbewerb. In Budapest ist die 28-jährige Tirolerin am Freitag, dem 6. Wettkampftag, im Einsatz. Ihre Erst-Runden-Gegnerin (im 7. Kampf auf Matte 1, ab ca. 10:30 Uhr) ist ein mehr als unbeschriebenes Blatt: Barbara Cihic (BIH), aktuell ohne Weltranglistenpunkte. Spätestens im Viertelfinale würde mit Guusje Steenhuis (NED/als Nummer 4 gesetzt) die aktuelle Vize-Europameisterin warten. ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch: „Bernadette hat mit EM-Bronze viel Selbstvertrauen getankt und sie ist eine absoluter Wettkampftyp. Eine WM-Medaille fehlt ihr noch. Warum nicht am Freitag?“

Eine schwierigere Auslosung hätte Aaron Fara (-100/JC Wimpassing, Klubkollege von Michi Polleres/NÖ) definitiv nicht erwischen können. Sein Pool A ist an „Top-Leuten“ kaum zu überbieten. In Runde 1 wartet um 10:00 Uhr (1. Kampf, Matte 2) mit Simeon Catharina (NED) der letzte Grand-Slam-Sieger (Kasan, Mai 2021). Damit nicht genug: In Runde 2 würde der Weltranglisten-Erste Varlam Liparteliani (GEO) warten, seines Zeichens 3-facher Ex-Europameister, vierfacher WM-Medaillengewinner und Olympia-Zweiter von Rio. Auf WM-Gold wartet der 32-Jährige aber noch. Würde Fara auch noch diese Härde nehmen, bekäme er es in Runde 3 mit dem 3-fachen Grand-Slam-Sieger Kentaro Iida (JPN) zu tun. Yvonne Bönisch: „Ohne Übertreibung, der Pool A – 100 kg mit Aaron ist wahrscheinlich der schwerste Pool der gesamten WM. Aaron kann eigentlich nur überraschen, hat nichts zu verlieren.“

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