Still gestanden!

Lisa Tretnjak (-63/SU Noricum Leibnitz/ST) steht am Dojo-Rand im ÖJV-Bundesstützpunkt Linz und versucht zu lächeln. Ganz kann die 18-jährige Steirerin ihre Enttäuschung aber nicht verbergen. Ein Kurz-Interview.

Du fehlst auf der StarterInnenliste für die Österreichischen Staatsmeisterschaften am Wochenende in Weiz, kannst im Augenblick nicht am Nationalteam-Training teilnehmen. Was ist passiert?

Lisa Tretnjak: „Ich war ja zuletzt wegen Problemen an der linken Schulter außer Gefecht. Jetzt beim Training hat’s die andere Schulter erwischt. Dass ich bei den Staatsmeisterschaften in Weiz nicht dabei sein kann, war mir schnell klar. Gemeinsam mit Headcoach Yvonne Bönisch haben wir dann Mitte der Woche entschieden, dass auch ein Antreten bei der U-23-EM in Sarajevo Ende des Monats zu riskant wäre. Es macht mehr Sinn, die Schulter richtig auszuheilen und dann mit der Vorbereitung aufs nächste Jahr zu starten. So weh das auch tut: Die U-23-EM wäre neben den Europäischen Olympischen Jugendspielen in der Slowakei mein absoluter Saisonhöhepunkt gewesen!“

Du konntest heuer insgesamt nur vier Wettkämpfe bestreiten. Der Höhepunkt war der 5. Platz in Banská Bystrica bei den Jugendspielen. Wie lässt sich jetzt deine Saison im Rückblick betrachten?

Tretnjak: „Eine EYOF-Medaille wäre durchaus möglich gewesen. Deshalb wollte ich jetzt bei der U-23-EM in Sarajevo unbedingt an den Start gehen, es (noch) besser machen.“

Montag, den 3. Oktober, rückst du zum Bundesheer ein, steht für dich der Grundwehrdienst auf dem Programm. Mit welchem Gefühl reist du nach Gratkorn?

Tretnjak: „Der Arzt hat mir schon die Freigabe gegeben. Ich freue mich drauf. Ab Montag bin ich Sportsoldatin, kann mich dann nach der Grundausbildung zu 100 Prozent auf Judo konzentrieren. 2021 habe ich Jugend-EM-Bronze geholt, heuer war ich EYOF-Fünfte. Nächstes Jahr soll am besten wieder eine (Junioren-) Medaille her. Das wäre mein Ziel!“

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