10.000 Höhenmeter

„Schön langsam kommt die Nervosität, ich habe schlecht geschlafen, bin im Stundentakt aufgewacht“, berichtet Sabrina Filzmoser aus Nepal. Die ÖJV-Ausnahmeathletin und Vizepräsidentin hat die erste Etappe ihrer Mount-Everest-Expedition erfolgreich hinter sich gebracht: Die Oberösterreicherin, begleitet von zwei Rad-SpezialistInnen, spulte in zwölf Tagen insgesamt 1.081 Kilometer sowie 10.000 Höhenmeter ab – und das bei Temperaturen bis zu 40 Grad (im Schatten).

Ab sofort geht’s für die vierfache Olympia-Teilnehmerin (alleine) zu Fuß weiter – mit dem Ziel, ohne künstlichen Sauerstoff den Mount Everest, mit 8.848,86 m den höchsten Berg der Welt, zu bezwingen.

„Mein Unterfangen, von Meereshöhe in Indien ohne zusätzliche Sauerstoffhilfe den Mount Everest zu besteigen, mag für viele schon als großes Unterfangen gelten“, berichtet die 41-jährige Oberösterreicherin. „Aber für mich steht eigentlich die Reise im Vordergrund, d.h. die Zwischenstopps bei all den Judoschulen, Kinder-Training inklusive.“

Einziger Rückschlag bisher: „Mir ist in Indien das Satellitentelefon von der Polizei abgenommen worden. Aus Angst vor terroristischen Aktivitäten, wie es hieß. Mit Hilfe der österreichischen Botschaft wurde ich nach eintägigen Verhandlungen zum Glück freigesprochen“, meint Filzmoser. Die Kommunikation mit der Heimat wird damit ein bisschen komplizierter und kostspieliger. Aber das kann eine wie „Sabsi“ kaum erschüttern.

„Viel schlimmer sind da schon die Nachrichten von der Ukraine-Invasion. Meine Expedition wird damit natürlich auch zur Friedensmission – Judo for Peace!“ Sabsis Gipfelsturm ist für Mai geplant. Fortsetzung folgt…

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