30. April 2022

Kein Happy-End!

Kein Happy-End!

Samstagnachmittag sah die rot-weiß-rote Judowelt am 2. Wettkampftag der Judo-EM in Sofia (POR) noch gut aus: Drei ÖJV-Judoka kämpften Seite an Seite, auf drei Matten, um einen Semifinalplatz. „Solche Szenen kennt man normalerweise nur von großen Judo-Nationen wie Frankreich oder Georgien“, meinte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser lächelnd. Da durfte man noch vom ersten Titelgewinn seit 2011 und zahlreichen EM-Medaillen träumen. Doch dann folgten sechs Niederlagen in Folge und Österreich musste sich am Ende mit einem fünften Rang und zwei siebenten Plätzen zufrieden geben. „Natürlich ist das enttäuschend. Wir hätten uns mehr erwartet und es wäre definitiv auch viel mehr möglich gewesen“, resümierte Headcoach Yvonne Bönisch. Michaela Polleres (-70 kg/als Nummer 3 gesetzt) unterlag im Kampf um Bronze Margaux Pinot (FRA) mit Ippon und wurde Fünfte. Für die Niederösterreicherin setzte es gegen die Französin nach der WM in Tokio 2019 und dem Grand-Slam-Turnier in Budapest 2020 bereits die dritte Niederlage in Folge. „Schade, Pinot war tonangebend und hat verdient gewonnen“, so Bönisch. Magdalena Krssakova (-63) und Shamil Borchashvili (-81) belegten jeweils den siebenten Rang.

„Es fehlen letztlich nur ein paar Kleinigkeiten, die dazu führen, dass unsere AthletInnen zuerst die Linie verlieren und dann auch ihre Kämpfe“, analysierte Yvonne Bönisch. Schwacher Trost: „Wie schon letztes Jahr so ist die EM auch heuer nicht unser Saison-Höhepunkt. Die beginnende Olympia-Qualifikation im Juni und die WM im Oktober in Taschkent haben Vorrang. Dann wird abgerechnet.“

Ergebnisse, Judo-Europameisterschaften, Sofia 2022, Samstag, 2. Wettkampftag, Frauen, -63 kg, 2. Runde: Magdalena Krssakova (JC Sirvan/W/als Nummer 4 gesetzt) – Hedvig Karakas (HUN), Ippon-Erfolg nach 2:02 Min., Viertelfinale, Waza-ari-Niederlage nach Ende der regulären Kampfzeit (4 Min.) gegen Cristina Cabana-Peres (ESP), Hoffnungsrunde: Ippon-Niederlage gegen Renata Zachova (CZE) nach 3:51 Min. – 7. Rang; – 70 kg, 1. Runde: Bernadette Graf – Natalia Chystiakova (UKR), Ippon-Niederlage nach 2:10 Min. – unplatziert; 2. Runde: Michaela Polleres (JC Wimpassing/NÖ/3) – Ai Tsunoda Roustai (ESP), Ippon-Erfolg nach 1:10 Min., Viertelfinale: Waza-ari-Sieg gegen Kelly Petersen Pollard (GBR) im Golden Score nach 4:55 Min., Semifinale: Ippon-Niederlage (Würgetechnik) gegen Sanne van Dyke (NED) nach 2:15 Min., Finale um Platz 3: Ippon-Niederlage nach 3:50 Min. gegen Margaux Pinot (FRA) – damit Platz 5; Männer, -81, 2. Runde: Shamil Borchashvili (LZ Multikraft Wels/6) – Jose-Maria Mendiola-Izquieta (ESP), Ippon-Sieg im Golden-Score nach 4:51 Min., 3. Runde: Ippon-Sieg gegen Adam Kopecky (CZE) nach 00:45 Min. im Golden Score, Viertelfinale: Waza-ari-Niederlage im Golden Score nach 1:37 Min., Hoffnungsrunde: Ippon-Niederlage gegen Attila Unqvari (HUN) nach 00:46 im Golden Score – Rang 7.


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