28. Juli 2022

Elena gewinnt Silber

Elena gewinnt Silber

Judo Austria darf sich am 3. EYOF (European Youth Olympic Festival, 3.000 AthletInnen, 48 Nationen, 10 Sportarten)-Wettkampftag in Banská Bystrica über Medaille Nummer zwei freuen. Elena Dengg (-70/ESV Sanjindo Bischofshofen/S/als Nummer 6 gesetzt) gewann Silber, musste sich nur im Finale der top-gesetzten Ingrid Nilsson (SWE) geschlagen geben. Lisa Tretnjak (-63/SU Noricum Leibnitz/ST/6) schrammte als Fünfte denkbar knapp an einer Medaille vorbei.

Elena Dengg besiegte zum Auftakt die Französin Ilona Depri mit Waza-ari (4 Min. Kampfzeit), setzte sich im Viertelfinale gegen Gaya Bar Or (ISR) mit einem Ippon in der Schlussekunde durch und bezwang dann im Semifinale auch Nino Gulbani (GEO) mit Ippon (Disqualifikation, 3 Shidos). Im Finale um den EYOF-Titel gab’s für die 17-jährige Salzburgerin gegen die als Nummer eins gesetzte Ingrid Nilsson nichts zu holen. Die Schwedin war heuer schon 3 Mal bei Unter-18-Europacups am Podest, allen voran in Coimbra als Siegerin. Im EYOF-Finale setzte sie sich letztlich nach nur 40 Sekunden mit Ippon (O-soto-gari) durch. „Eine gelungene Aktion der Schwedin. Das muss man anerkennen. Aber Elena braucht sich keinen Vorwurf zu machen. Sie hat heute ihre Klasse gezeigt und völlig verdient eine Medaille gewonnen. Technisch, taktisch war sie absolut top. Und wenn du zu den Medaillenanwärterin zählst, dann musst du am Tag X erst abliefern. Wir sind stolz auf Elena“, lobte Nationalcoach Martin Grafl.

Lisa Tretnjak durfte sich nach Ippon-Siegen gegen Nicoleta Grigore (ROU/3:57 Min. Kampfzeit), Alexandra Papagiannaki (GRE/3/im Golden Score nach 00:49 Sek.) und Nina Simic (CRO/1 Min.) ebenfalls Medaillenchancen ausrechnen. „Im Semifinale musste sich die 17-jährige Steirerin der als Nummer 8 gesetzten Ungarin Adel Kelemen im Golden Score mit Waza-ari geschlagen geben. Im Kampf um Bronze ging’s abermals in die Verlängerung und erneut gab’s kein Happy-End. Die Leibnitzerin unterlag der ungesetzten Sara Corbo (ITA) nach 1:32 Min. im Golden Score mit Ippon (durch Festhaltegriff) und musste sich letztlich mit Platz fünf begnügen.

„Wenn man bedenkt, dass Lisa im Februar an der Schulter operiert wurde, kann sich diese Leistung mehr als sehen lassen. Am Ende war ein bisschen Pech dabei, auch eine Medaille wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen“, so Martin Grafl.

Für den hoch eingeschätzten EYOF-Fahnenträger und U-18-EM-Bronzemedaillengewinner Ronald Pröll (-81/UJZ Mühlviertel/OÖ/6) war der Auftritt in Banská Bystrica leider nur von kurzer Dauer. Der 16-jährige Oberösterreicher verlor seinen Auftaktkampf gegen den Italiener Francesco Sansonetti (ITA) mit Waza-ari (nach 4 Min. Kampfzeit). Da der Italiener seinerseits in Runde zwei eine Niederlage hinnehmen musste, schied Pröll vorzeitig aus. Ein Erfolgsrun via Hoffnungsrunde wie Ende Juni bei der U-18-EM in Porec (CRO) blieb ihm leider verwehrt.

Copyright: European Judo Union/Carlos Ferreira


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