Was wäre der Österreichische Judoverband ohne Fauen? „Nicht vorstellbar“, sagt ÖJV-Präsident Martin Poiger. „Unsere aktuell erfolgreichsten Judoka sind Frauen: die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin und Linz-Siegerin Michaela Polleres, die Olympia-Fünfte Lubjana Piovesana, die Junioren-Weltmeisterin von 2024 Elena Dengg… Unser Headcoach ist Yvonne-Snir-Bönisch, die Generalsekretärin Corina Korner und auch im Vorstand bestimmen zahlreiche Frauen wie Sabrina Filzmoser, Karin Dorfinger, Silvia Ehrengruber, Veronika Jakl, Magdalena Krssakova und Renate Wassermann den Ton mit.“
Der Internationale Frauentag, am Sonntag, dem 8. März, soll uns daran erinnern, dass Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung in der internationalen Judofamilie kein Ziel sind, sondern eine kontinuierliche und gemeinsame Verantwortung. „Während sich Gesellschaften weltweit weiterentwickeln, manchmal in Harmonie, anderorts in Konflikten, bleibt Judo seinen Gründungsprinzipien treu: gegenseitiger Respekt, Solidarität und Chancengleichheit für alle“, bekräftigt IJF-Präsident Marius Vizer. „Von Anfang an war Judo mehr als nur ein Sport. Es ist eine Bildungsreise, eine Disziplin und ein Weg, um stärkere Individuen zu formen und zu einer besseren Gesellschaft beizutragen. Sein Moralkodex geht über Geschlecht, Nationalität, Kultur und Glauben hinaus. Auf der Tatami begegnen sich die Menschen als Gleichberechtigte, geleitet von Respekt und vereint durch gemeinsame Werte. Dies ist nicht nur unser Erbe, sondern auch unsere dauerhafte Verantwortung. Wir glauben, dass der Zugang zum Judo niemals durch das Geschlecht oder andere Formen der Diskriminierung eingeschränkt werden darf. Jedes Mädchen und jede Frau, die die Tatami betritt, muss das Gefühl haben, dass sie dazugehört, dass ihre Ambitionen berechtigt sind, ihre Träume großartig sind und ihre Zukunft unterstützt wird. Wahre Gerechtigkeit bedeutet, Bedingungen zu schaffen, unter denen Talent, Engagement und Charakter sich frei entfalten können.“