8. März 2026

Generationswechsel

Während Österreichs Judoka am dritten und letzten Wettkampftag des Oberösterreich-Heim-Grand-Prix in Linz durch die Bank unplatziert blieben, mischten sich auf internationaler Ebene die Favoritensiege mit Überraschungen. Am Ende gaben im Medaillenspiegel erwartungsgemäß die großen Judo-Nationen den Ton an. Japan fand sich – wie schon im letzten Jahr – mit 3 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze – wieder. Keine schlechte Ausbeute für ein Team, in dem nicht weniger als 14 Judoka ihr internationales Debüt in der allgemeinen Klasse feierten. Hauptverantwortlich für die Vormachtstellung der Nippon-Akteure waren die drei Siege der Leichtgewichts-Frauen am 1. Tag. Am Samstag war Japan – zur Überraschung aller – im Finalblock mit keinem einzigen Kämpfer bzw. keiner einzigen Kämpferin vertreten. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Brasilien (1-2-3 – Gold holte Rio-Olympiasiegerin Rafaela Silva/-63) und Aserbaidschan (1-1-2 – Gold: Ruslan Pashayev/-66). Österreich belegte letztlich den 12. Rang – dank der Goldenen von Michaela Polleres.

Die vielleicht größte Sensation des letzten Wettkampftages passierte schon in den Vormittagsstunden, als sich der Weltranglisten-Vierte, Vize-Weltmeister und Linz-Vorjahressieger Guram Tushishvili dem 20-jährigen Türken Ibrahim Tataroglu im Golden Score mit Ippon geschlagen geben musste. Überraschend war dann auch, dass der Türke am späten Nachmittag seinen ersten Sieg in der allgemeinen Klasse feierte. Eine Goldmedaille hatte der 20-Jährige in seiner bisherigen Karriere nur bei der Junioren-EM 2024 in Tallinn eingefahren.

Ganz und gar nicht überraschend war der Erfolg des georgischen Superstars Tato Grigalashvili im internen Mittelgewichts-Finalduell gegen Junioren-Weltmeister Luka Javakhishvili. Für den 26-Jährigen war es der erste Auftritt seit der WM 2025 in Budapest letzten Juni. Zur Erinnerung. Der aktuelle Vize-Welt- und Europameister hatte sich in Linz im Vorjahr ebenfalls in einem rein-georgischen Finale Landsmann Giorgi Jabnashvili. Diesmal gab sich Grigalashvili in der Tips Arena keine Blöße und sammelte für seinen siebenten Sieg auf der World-Tour 700 Weltranglistenpunkte.


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