7. September 2023

"Ich kann's besser!"

Marcus Auer stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Platz fünf bei der Junioren-EM in Den Haag, zu wenig für einen wie ihn: top-gesetzt, Nr. 4 der Weltrangliste, vierfacher Sieger von Europacup-Turnieren und bereits 2-facher WM-Teilnehmer in der allgemeinen Klasse. Noch immer wartet der 20-jährige Steirer auf seine erste Medaille bei einer EM oder WM. „Es war verdammt knapp heute. Marcus hätte sich eine Medaille verdient. Er hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert“, findet Nationalcoach Felipe Kitadai tröstende Worte. Marcus sitzt daneben und schüttelt frustriert den Kopf.

Du hast in buchstäblich letzter Sekunde das Finale um Bronze verloren, wurdest ausgekontert. Wie kannst du diesen fünften Rang für dich einordnen?

Marcus Auer: „Ich dachte, ich hätte die Misserfolge vom letzten Jahr verarbeitet. Aber es lief in ähnlicher Tonart ab: Bei Großereignissen wirke ich gehemmt, kann meine Top-Form nicht abrufen. Platz fünf ist mein bestes EM-Ergebnis, aber kein Trost. Wenn du eine Medaille willst, dann musst du Leute wie den Spanier schlagen, auch den Belgier. So ehrlich muss ich sein.“

Dein bester Kampf war in der Hoffnungsrunde, sagt Felipe Kitadai. Würdest du ihm zustimmen?

Auer: „Absolut. Da war noch die Wut nach der Viertelfinal-Niederlage im Spiel. Der Kampf war in Ordnung. Für die zwei Niederlagen gilt: Ich weiß, dass ich es besser kann. Ich war nicht aggressiv, clever genug. Das ist enttäuschend.“

Noch ist die Saison nicht gelaufen, steht in vier Wochen noch der absolute Höhepunkt, die WM in Odivelas (POR) auf dem Programm. Da werden die Karten neu gemischt…

Auer: „Bis Odivelas muss sich was ändern, das liegt auf der Hand. Aber im Moment kann ich noch nicht genau sagen, welche Veränderungen das sein sollen…Das werde ich in Ruhe mit dem Trainierteam analysieren.“


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