6. März 2026

Mein Name ist Ziv

Ziv Sherer ist österreichisch-israelischer Doppelstaatsbürger, seiner österreichischen Oma Ada wegen. Seit Jänner diesen Jahres ist der Halbleichtgewichtler Vereinsmitglied bei LZ Multikraft Wels, letzten Montag kam dann auch die Start-Freigabe für Judo Austria. Freitagfrüh gab Ziv sein Debüt auf der World-Tour und durfte sich gleich über seine ersten zwei Siege freuen. Sherer bezwang Olympia-Starter Ali Popalzai vom IJF-Flüchtlingsteam und den Niederländer Jochem Van Harten (Netto-Kampfzeit: 10:33 Minuten). Ein zählbares Ergebnis (Top-8) verhinderte die Drittrunden-Niederlage gegen Petros Christodoulides (CYP).

Gleich nach dem OÖ-Grand-Prix wird Ziv Sherer, der aktuell noch in Haifa lebt, seinen Umzug nach Linz vorbereiten. Ab Juni will er einerseits Wirtschaft studieren und andererseits mit dem Judo-Austria-Nationalteam im Olympiaztentrum Oberösterreich trainieren. Weitere Judo-Auftritte für Österreich sind vorprogrammiert. Nächster Start: Ende März bei den European Open in Dubrovnik (CRO). „Ich habe es genossen, erstmals auf der IJF-World-Tour kämpfen zu können. Aber natürlich hätte ich mir mehr als zwei Siege erhofft“, zog der 20-Jährige eine gemischte Bilanz. „Ziv hat sehr achtbar gekämpft, er darf mit seiner GP-Premiere mehr als zufrieden sein. Natürlich fehlt ihm noch die internationale Erfahrung“, lobte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.

Ab Sommer wird Ziv einen Intensiv-Deutschkurs belegen. Aktuell verständigt er sich mit seinen Teamkollegen noch auf Englisch. Den Satz: „Ich starte für Österreich“, beherrscht er schon jetzt.


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