Österreichische Veranstaltungen

Resümee und Zukunft des European Judo Open in Oberwart

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Zum zehnten Mal hat Österreichs größtes internationales Judo-Turnier am vergangenen Wochenende in Oberwart stattgefunden. Das Weltranglistenturnier für Männer bot im Jubiläumsjahr auch sportlich Grund zu feiern: Mit zwei rot-weiß-roten Siegen durch Wachid Borchashvili (-81kg) und Marko Bubanja (-90kg) sowie der Bronzemedaille von Kimran Borchashvili (-60kg) durften die Veranstalter über drei Podestplätze jubeln.

„Auch wenn die Top-Aushängeschilder des heimischen Judosports aufgrund der Einsätze auf der World Tour nicht am Start waren, sind die Ergebnisse sehr erfreulich. Gerade für Nachwuchsathleten ist das Turnier ein wichtiger Gradmesser für den internationalen Anschluss“, resümiert ÖJV-Präsident Martin Poiger. Im heurigen Jahr kamen 244 Athleten aus 43 Nationen ins Burgenland, mit dabei waren unter anderem starke Teams aus Brasilien und Japan.

Aus organisatorischer Sicht war bereits im Vorfeld angedeutet worden, dass das Turnier in dieser Form heuer zum letzten Mal stattfand. Veranstalter Roland Poiger erklärt, dass die Unterstützung der Stadt Oberwart, der gesamten Region und des Landes Burgenland immer besonders groß war. Trotzdem sei eine kostendeckende Durchführung mit den derzeitigen Rahmenbedingungen kaum noch möglich. An möglichen Optionen für die Zukunft wird gearbeitet. ÖJV-Präsident Martin Poiger betont: „Wir wollen neben dem U21-Europacup in Leibnitz auch zukünftig ein internationales Heimturnier in Österreich haben. Bis Sommer werden wir Alternativen prüfen, denkbar ist beispielsweise ein anderer Ort, eine Terminverschiebung oder eine alternierende Durchführung mit einem anderen Land. Wir werden auch über eine andere Turnierklasse nachdenken, sei es ein European Cup oder sogar ein Grand Slam, wir wollen alles in Erwägung ziehen. Klar ist, eine Veranstaltung ist mit einem sehr hohen Organisationsaufwand verbunden. Die Austragung macht nur Sinn, wenn das auch aus wirtschaftlicher Sicht tragbar ist.“

Foto: ÖJV/Roland Marx

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