Das Wort „legendär“ muss sich erst verdient werden und kommt meistens einer Adelung gleich. Im Zusammenhang mit Mittersill freilich, wird in Judokreisen das Adjektiv geradezu inflationär verwendet. Ab Mittwoch geht’s los – das OTC Mittersill, kurz das größte und beste Judo-Trainingslager der Welt. OTC steht für Olympic Training Camp. Eine Woche lang – bis Mittwoch, 14. Jänner – trifft sich die internationale Judo-Elite im Oberpinzgau. In diesem Jahr – bei der mittlerweile 32. Auflage – werden gut 900 Judoka aus 50 Nationen erwartet, 25 Trainingseinheiten stehen auf dem Programm. ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch bringt den Mythos Mittersill auf den Punkt: „Ich sage das nicht etwa, weil ich für den Österreichischen Judoverband tätig bin: Nirgendwo sonst triffst du soviele Top-Stars auf einem Fleck. Das Flair ist unvergleichlich, das liegt nicht nur an den Bergen, sondern auch daran, dass sich die Nervosität vor dem Saisonstart Anfang Februar noch in Grenzen hält. Jeder hatte eine längere Wettkampfpause, freut sich auf kommende Aufgaben. Diese Stimmung ist ansteckend… im positivsten Sinne des Wortes.“
Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum OTC Mittersill 2026:
- Alle Jahre wieder: Am Dreikönigs-(Feier-)Tag wird die Tennishalle im Sporthotel Kogler, im Ortszentrum der 5.500-Einwohner-Gemeinde gelegen, von 50 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Mittersill, binnen weniger Stunden in ein Dojo verwandelt, werden 1.500 Quadratmeter Matten aufgelegt.
- Das erste Training ist für Mittwoch, 7.1., für 08:45 Uhr, angesetzt. Die Männer machen den Anfang, ab 10:30 beginnt die Vormittags-Einheit der Frauen. Trainingszeit: jeweils ca. 75 Minuten. Pro Tag werden jeweils zwei Trainingseinheiten für Männer und Frauen angeboten – macht in diesem Jahr insgesamt 25 Trainingseinheiten. Darüberhinaus steht den Judoka ein hauseigenes Fitnessstudio zur Verfügung.
- Von A wie Marcus Auer (-66/JC Premstätten/ST) bis Z wie Junior Abdul Zakajev (-73/JZ Rapso Linz/OÖ). Der ÖJV ist im Oberpinzgau mit insgesamt 48 Judoka – Allgemeine Klasse: 19, allen voran Elena Dengg, Lubjana Piovesana, Michaela Polleres, Movli Borchashvilli, Bernd Fasching, Samuel Gaßner und Stephan Hegyi, Unter-21: 22, U18: 7 – vertreten.
- Hiobsbotschaft: Superleichtgewichtler Daniel Leutgeb (-60/LZ Multikraft Wels/OÖ – siehe Bild) zog sich im Training eine Verletzung des linken Ellbogens zu und fällt für Mittersill aus. Ob eine Operation notwendig ist, werden die Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen.
- Die Teilnehmer:innen-Liste liest sich auch heuer wie ein Who is Who der Judoszene – u.a. mit dabei: die Olympiasieger:innen Diyora Keldiyorova (UZB/-52), Romane Dicko (FRA/+70, Team), Hidayat Heydarov, Zelym Kotsoiev (beide AZE/-73 bzw. -100), Lasha Shavdatuashvili (GEO/-73) und Lukas Krpalek (CZE/+100). Inklusive Coaches, Betreuer:innen und Funktionäre haben sich gut 1.100 Gäste angesagt.
- Für die Organisation – seitens Judo Austria – zeichnen Vizepräsident und Mittersill-Initiator Albert Gmeiner, Generalsekretärin Corina Korner, Sportdirektor Markus Moser und Viktor Blumauer (Administration) verantwortlich. Vom Transport, über Unterkunft, Verpflegung bis hin zum Training bzw. Rahmenprogramm wird den Teilnehmer:innen jeder Wunsch erfüllt.
Das ÖJV-Aufgebot für Mittersill (07. – 14.01.2026), allgemeine Klasse, Frauen: Carina Klaus-Sternwieser (Askö Reichraming/OÖ), Laura Kallinger (-57/Judoring/W), Larissa Sickinger (-57/Judogym Seekirchen/S), Lubjana Piovesana (-63/LZ Hohenems/V), Lisa Tretnjak (-63/SU Noricum Leibnitz/ST), Elena Dengg (-70/JC Sanjindo Bischofshofen/S), Magdalena Krssakova (-70/JC Sirvan/W), Michaela Polleres (-70/JC Sparkasse Wimpassing/NÖ); Männer: Marcus Auer (-66/JC Premstätten/ST), Phillip Aust (-73/JU Klosterneuburg/NÖ), Samuel Gaßner (-73/UJZ Mühlviertel/OÖ), Alexander Kaserer (-73/LZ Multikraft Wels/OÖ), Bernd Fasching (-81/Galaxy Judo Tigers/W), Issa Naschcho (-90/LZ Multikraft Wels/OÖ), Thomas Scharfetter (-90), Michael Niederdorfer (-100/beide JC Sanjindo Bischofshofen/S), Ronald Pröll (-100/UJZ Mühlviertel/OÖ), Movli Borchashvilli (+100/Galaxy Judo Tigers/W), Stephan Hegyi (+100/S.C. Hakoah/W);
Unter-21: Lena Mayrhofer (-48), Katharina Mikota (-57/beide UJZ Mühlviertel/OÖ), Marlene Schinwald (-57/JU Raika Flachgau/S), Mavie Rabl (JZ Innsbruck/T), Helena Rottenhofer (-63/JU Raika Flachgau/S), Leonie Bayr (-70/Vienna Samurai/W), Natasa Pavic (-78/PSV Salzburg – Judo/S); Batuchan Jusupov (-66/JC Wolfsberg/K), Mazar Miljkovic (-66/PSV Salzburg – Judo/S), Jan Pfandl (-66/Askö Reichraming/OÖ), Felix Einfinger (-73/JZ Innsbruck/T), Elbert Makhashev (-73/Askö Borchashvili Combat Center Wels/OÖ), Abdul Zakajev (-73/JZ Rapso Linz/OÖ), Erik Grabner (-81/JC Sparkasse Wimpassing/NÖ), Michael Pröll (-81/UJZ Mühlviertel/OÖ), Mathis Scheurich (-81/Galaxy Judo Tigers/W), Klaus Wörmanseder (-81/Judo Union Kirchham/OÖ), Simon Margreiter (-90/Atsv Jenbach/T), Jakob Dengg (-100/JC Sanjindo Bischofshofen/S), Emil Füreder (-100/UJZ Mühlviertel/OÖ), Lorenz Horngacher (-100/WSG Wattens/T), Lukas Angerer (+100/Galaxy Judo Tigers/W);
Unter-18: Laura-Sophie Kunyik (-48/Vienna Samurai/W), Isabella Stögmann (-52), Bleona Rama (-63/beide Askö Reichraming/OÖ), Emma Filzwieser (-70/Judoteam Zeltweg/ST), Michaela Höllwart (+70); männlich: Stefan Stögmann (-66/LZ Multikraft Wels/OÖ), Felix Scheiber (-90/PSV Salzburg – Judo/S).
Coaches: Yvonne Snir-Bönisch, Martin Grafl, Jaromir Jezek, Miguel Ogando-Lopes, Bela Riesz, Bernhard Weißsteiner, Michael Winkler.
Physiotherapeut:innen: Corinna Kasper, Bianca Zauner, Alexander Aichner.