12. Juni 2022

Aaron kam, sah und siegte

Aaron kam, sah und siegte

Aaron Fara (-100/JC Wimpassing/NÖ) gilt als Trainings-Weltmeister. Wenn’s nicht um Weltranglisten-Punkte geht, dann kann er jeden schlagen. Der 24-jährige Niederösterreicher ist extrem talentiert und technisch versiert. Aber die Resultate ließen auf sich warten: Seit 2018 stand er international nicht mehr auf einem Podium, seit 2019 blieb er unplatziert (sprich: 27 Turniere ohne Ergebnis). Sonntag, den 12. Juni, bei den European Open in Madrid kam die Kehrtwende. Aaron Fara, im Jahre 2016 Junioren-Europameister, war in der Kategorie bis 100 kg von Anfang an eine Klasse für sich. In fünf Kämpfen feierte der ÖJV-Judoka fünf klare, vorzeitige Ippon-Siege, zweimal punktete er mit seiner Spezialtechnik, einer Selbstfalltechnik, genannt „Adler“, im Finalduell gegen den Franzosen Clement Delvert (Nr. 75 im IJF-Ranking) gewann er mit einem Festhaltegriff.

„Aaron hat seine Gegner regelrecht deklassiert, er war an diesem Tag heute eine Klasse für sich. So wollen wir ihn gerne öfter sehen“, jubelte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.

Aaron-Klubkollege Mario Buchebner (-90) belegte den siebenten Rang, feierte u.a. Siege gegen den Schweden Leonidas Hytonen und den Portugiesen Anri Egutidze.

Detail am Rande: Für den ÖJV waren als Betreuer die Neo-Coaches Robert Krawczyk (POL, 2007 Europameister, 2003 WM-Dritter) und Felipe Kitadai (BRA, 2012 Olympia-Dritter) erstmals als Duo im Einsatz.

Endergebnis, European Open, Madrid (ESP, 426 Judoka aus 40 Nationen), 2. Wettkampftag, Sonntag, -100 kg (insgesamt 26 Starter): 1. Aaron Fara (AUT), 2. Clement Delvert, 3. ex aequo Joris Agbegnenou und Aurelien Diesse (alle FRA). Aaron Fara feierte in fünf Kämpfen fünf vorzeitige Ippon-Siege – gegen Shubhaum Kumim (IND), Amaury Cerisier (FRA), Yerkanat Moldagulov (KAZ), Khomzat Saparbaev und Clement Delvert (beide FRA) – insgesamt benötigte Fara nur 5:13 Minuten Netto-Kampfzeit.


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