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Acht Chancen

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Österreich ist bei der Weltmeisterschaft in Budapest (6. – 13.6.2021) mit acht Judoka vertreten. Michaela Polleres (-70 kg) ist als einzige Österreicherin als Nummer vier gesetzt. Die 23-jährige Niederösterreicherin will rechtzeitig vor den Olympischen Spielen in Tokio in die Erfolgsspur zurückfinden. „Vorrangig wollen wir in Ungarn eine Medaille. Der ÖJV wartet schon seit 2010, seit der Bronzemedaille von Sabrina Filzmoser in Tokio, auf eine WM-Medaille. Das ist eine zu lange Zeit“, betont Headcoach Yvonne Bönisch. Insgesamt sind in Budapest 665 Judoka (278 Frauen/387 Männer) aus 118 Nationen am Start. Die Chancen der ÖJV-Asse im Detail:

  • Sabrina Filzmoser (-57 kg): Die 40-jährige Oberösterreicherin, die heuer ihre letzte Saison bestreitet, ist bereits am Dienstag als erste des ÖJV-Teams in Aktion. Hauptziel: Die Fahrkarte für Tokio und damit ihre 4. Olympia-Teilnahme sichern. „Ich will in Tokio bei den Olympischen Spielen meine Karriere mit einem Highlight beenden. Dafür trainiere ich.“ Noch hat „Sabsi“ 219 Punkte Vorsprung auf die Rumänin Loredana Ohai. Die Formkurve zeigte zuletzt nach oben. Die Niederlage bei der EM in Portugal gegen die spätere Siegerin Telma Monteiro war mehr als unglücklich.
  • Magdalena Krssakova (-63): Die Vize-Europameisterin von Prag 2020 hat heuer schon zweimal angeschrieben – mit dem 3. Rang beim Grand Slam in Tel Aviv und Rang 5 beim Masters in Doha. „An einem guten Tag kann ich jede schlagen“, weiß die 27-Jährige. Die Gewichtsklasse bis 63 kg ist mit 44 Starterinnen nicht nur quantitativ stark besetzt: Von den Top-10 der Weltrangliste sind 7 mit dabei.
  • Michaela Polleres (-70): Die Nummer 4 des Turniers ist immer für eine Top-Platzierung gut. Zuletzt lief’s freilich nicht nach Wunsch, gab’s gegen die Slowenin Anka Pogacnik vier Niederlagen in Serie (Prag, Tel Aviv, Tiflis, Lissabon). In Budapest will die 23-jährige Niederösterreicherin Selbstvertrauen für Olympia tanken. Auch dort wird sie in jedem Fall gesetzt sein.
  • Bernadette Graf (-78): Zwei läppische Weltranglistenpunkte sind dafür verantwortlich, dass die Tirolerin nicht gesetzt ist. Die 28-Jährige scheint ihre Verletzungs- und Corona-Pause zu 100 Prozent überstanden zu haben. Bei der EM in Lissabon holte sie ihre insgesamt 5. EM-Bronzemedaille. WM-Edelmetall fehlt noch in ihrer Sammlung. Warum also nicht in Budapest.
  • Shamil Borchashvili (-81): Der 25-jährige Oberösterreicher ist im letzten Jahr endgültig in der Weltrangliste angekommen. Heuer ging’s in ähnlicher Tonart weiter – mir Tang 2 beim Grand Slam in Tiflis Ende März. Shamil hat den letzten Tokio-Fixplatz in seiner Kategorie praktisch sicher, der Vorsprung auf den ersten Verfolger beträgt satte 700 Punkte.
  • Aaron Fara (-100): Wenn der 23-jährige Niederösterreicher noch im buchstäblich letzten Moment zu Olympia will, dann braucht er in Budapest ein absolutes Top-Resultat. „Aaron ist einer, der eigentlich jeden Gegner werfen kann, ein sogenannter Ippon-Kämpfer“, weiß ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch. Problem: Seit November 2019 hat Fara in der allgemeinen Klasse nicht mehr angeschrieben.
  • Daniel Allerstorfer (+100): Der 28-jährige Oberösterreicher holte sich seinen WM-Startplatz mit einer guten EM-Leistung und Rang 7. Er zeigte sich in Lissabon extrem stark, konnte auch den späteren Europameister Inal Tasojev fordern. Für Daniel ist der Olympiazug praktisch abgefahren, er will sich bei der WM mit einem guten Resultat in die Sommerpause verabschieden.
  • Stephan Hegyi (+100): Dass er für Top-Resultate gut ist, hat der 22-jährige Wiener schon öfters bewiesen, zuletzt mit Rang 3 beim Grand Slam in Antalya. Für ihn ist Budapest die Generalprobe für die Olympischen Spiele. „Ich will zeigen, dass ich am richtigen Weg bin.“

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