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Deutschland ist Motivation genug!

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Österreichs Judo-Nationalteam hat das bereits dritte Trainingslager seit dem COVID-19-Lockdown in Mittersill hinter sich. Diesmal standen in sechs Tagen insgesamt 6 Judo-, 2 Kraft- und 2 Laufeinheiten auf dem Programm. Bundestrainer Patrick Rusch und ÖJV-Ass Sabrina Filzmoser ziehen Bilanz.

Wie gut liefen die letzten Tage ab? Seid Ihr im Plansoll?

Sabrina Filzmoser: „Es war eine coole Woche, wir haben es genossen. Schön langsam können wir verstärkt das tun, was uns am meisten Spaß macht: Kämpfen. Die Zahl der Randoris (Wettkampf-Simulationen) steigt, auch die Qualität der Aktionen wird immer besser. Wir hatten genug allgemeines Ausdauertraining. Jetzt will jeder wieder Würfe trainieren, richtig in Form kommen. Für uns geht’s am 27. August wieder so richtig los – mit dem Test-Wettkampf gegen Deutschland. Da wollen wir voll da sein.“

Patrick Rusch: „Offen gesagt: Natürlich wären wir am liebsten schon wieder im Ausland, würden uns gerne mit internationalen Top-Leuten messen. Aber noch ist es dafür zu früh, wir wollen kein unnötiges Risiko eingehen. Deshalb waren wir drei Mal in Mittersill, gehen Anfang August nach St. Johann im Pongau. Wir bleiben noch unter uns, wollen dafür sorgen, dass unser Nationalteam zu 100 Prozent gesund bleibt. Was sich diesmal bewährt hat: Wenn du nur 6 Tage zusammen bist, kommt nicht einmal ein Funken Lagerkoller auf, ist jede/jeder zu 100 Prozent motiviert und voll bei der Sache. Diese hohe Intensität war in jeder Trainings-Minute zu spüren. Wie Sabsi sagt: Das hat Spaß gemacht!“

Noch immer ist nicht klar, wann die ersten internationalen Wettkämpfe möglich sind. Wie sehr belastet das?

Filzmoser: „Es stimmt: Dieses Jahr stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Die mentale Belastung ist insofern groß, weil die geplanten Termine nicht halten. Kein Olympia, keine Grand Prix-Veranstaltungen, keine Grand-Slams, keine Punkte für die Olympia-Qualifikation. Das ist selbst für eine wie mich, die schon viel gesehen hat, eine komplett neue Situation. Aber: Der Test-Wettkampf gegen Deutschland im ORF-Zentrum ist fix. Die Deutschen werden, wie auch wir, mit dem besten Team antreten. Das ist für jeden von uns genug Motivation. “

Rusch „Im Moment haben wir drei Fixpunkte: Den Länderkampf gegen den DJB, den geplanten GP von Zagreb Mitte September, der noch am Programm steht, und die EM im November in Prag. Wir müssen positiv denken, müssen davon ausgehen, dass dann wieder alles normal läuft – eventuell ohne Zuschauer, aber sportlich fair. Deshalb steigern wir jetzt schrittweise die Intensität.“

Gibt es leichte Blessuren oder sind alle fit?

Rusch: „Nur der Langzeitverletzte Laurin Böhler fehlt noch. Und die Jungen, die im Moment die Grundausbildung beim Bundesheer absolvieren. Letztere sind – sofern das Bundesheer das Okay gibt – beim nächsten Trainingslehrgang in St. Johann vielleicht schon wieder mit dabei bzw. spätestens in drei Wochen, beim ersten Auslands-Trainingslager in Ungarn.“

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