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„Es zwickt nicht mehr!“

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Der 1. Juli, Trainings-Re-Start bei Österreichs Judo-Vereinen, rückt näher. Auch beim UJZ Mühlviertel rüstet man sich für die ersten gemeinsamen Trainingseinheiten. Aushängeschild Daniel Allerstorfer steht die Vorfreude über (fast) uneingeschränkte Trainingseinheiten ins Gesicht geschrieben.

Nur noch 5 Tage… Am 1. Juli gehen bei den ÖJV-Klubs wieder die Türen auf, so auch beim UJZ Mühlviertel. Kommenden Mittwoch, ab 17.30 Uhr, machen rund 30 Schüler zwischen 9 und 14 Jahren den Anfang. Tags darauf treten dann auch Top-Athleten wie Daniel Allerstorfer wieder in Aktion (beim Kadertraining auf der Gugl). Kommenden Freitag (3.7.) steigt in Niederwaldkirchen dann auch das erste Erwachsenen-Heimtraining. „Die Rückmeldungen sind euphorisch. Wer derzeit nicht rekonvaleszent oder beruflich unabkömmlich ist, der kommt zu uns ins Dojo“, lächelt Coach Martin Schlögl. Die Trainingsinhalte der ersten Einheiten sind schnell erklärt: „10 – 15 Minuten Aufwärmen, dann wird geworfen und gekämpft. 2 Stunden lang. Auch ich werde mich selbst auf der Matte versuchen. Ich muss mir ja nicht den Dani (Allerstorfer) als Gegner aussuchen“, betont der 30-Jährige.

Der angesprochene Daniel Allerstorfer zählt derweil die Stunden bis zum ersten „freien Training mit Körperkontakt“. Der knapp 8-wöchige Shutdown hat dem Olympia-Teilnehmer von Rio spürbar gutgetan. „Es zwickt nicht mehr im Nacken oder in der Schulter. Mein Bandscheibenvorfall ist endgültig ausgeheilt. Ich bin so fit wie schon lange nicht mehr“, lächelt der 27-Jährige. „Das Technik- und Grundlagen-Ausdauertraining der letzten vier Monate zeigt Wirkung, aber geht mir andererseits auch schon ein bisschen auf die Nerven. Es wird Zeit, endlich wieder kämpfen und ans Limit gehen zu können. Das hat mir richtig gefehlt. Ich kann’s kaum noch erwarten.“

Der +100-kg-Athlet hat längst wieder ein klares Ziel vor Augen, auch wenn sich aktuell nicht mit Bestimmtheit sagen lässt, wann die internationale Wettkampfsaison wieder gestartet werden kann. „Seitdem die Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 verschoben wurden, konzentriere ich mich voll auf die Europameisterschaft im November in Prag. Die Zeit bis dahin ist absehbar.“ Die Wunschvorstellung ist bewusst realistisch: „Zumindest Siebenter werden, Weltranglisten-Punkte sammeln. Das würde den Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen erleichtern. Wenn du gleich beim ersten Highlight anschreiben kannst, tut das auch dem Selbstvertrauen gut!“

Der Wiedereinstieg ins Judotraining ist ein wichtiger erster Schritt zurück zur Normalität auf dem 5-monatigen Weg nach Prag.

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