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Virale Emanzipation

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Zwar haben die pandemiebedingten Einschränkungen den Judosport vor große Herausforderungen gestellt, aber auch die eine oder andere positive Fähigkeit wurde dadurch geschult. „Dank des Individualtrainings haben die Sportler ihre Selbstständigkeit stark weiterentwickelt“, so Wimpassing-Coach Adi Zeltner. 

Diese Erkenntnis zieht sich durch alle Leistungsebenen: „Selbst bei Aushängeschildern wie Michaela Polleres oder Aaron Fara zeigt sich das. Nur den Luki Reiter musste man immer schon bremsen“, meinte Zeltner mit einem Augenzwinkern. Während der bis Anfang Juli andauernden Phase des Heimtrainings wurden die einzelnen Übungen per Foto festgehalten. Die gelungenen Schnappschüsse belohnte Niederösterreichs Landesregierung prompt mit Gutscheinen.

Trainingseinheiten in kleineren Gruppen, als man das von Vor-Corona-Zeiten gewohnt ist, bedeutet aus Trainerperspektive außerdem, sich den Schützlingen noch intensiver widmen zu können. Einzig der ständige Wechsel der Trainingspartner fehle derzeit, also das, was „sonst den Spirit des Judo ausmacht“.

Wettkämpfe wie der Länderkampf zwischen Österreich und Deutschland am kommenden Donnerstag oder auch die für Oktober geplanten Staats- und U16-Meisterschaften seien Balsam für die Judoseele. „Ich freue mich irrsinnig darauf, dass wieder Wettkämpfe stattfinden“, so Zeltner.

Den Hobbysportlern des JC Wimpassing Sparkasse ist derzeit eine kurze zweiwöchige Sommerpause vergönnt. Bis zum vergangenen Wochenende wurde einmal wöchentlich am örtlichen Funcourt trainiert. Ballspiele waren dabei eine willkommene Abwechslung. Die Gemeinde hat dafür auch Handschuhe zur Verfügung gestellt, um den Körperkontakt mit dem Spielgerät zu minimieren.

Für die Anfänger heißt es im Oktober erstmals „Hajime“. Zeltners Plan ist, die Anfängerkurse halbjährlich starten zu lassen: „Wir hoffen, dass wir in etwa gleiche viele Teilnehmer haben werden wie in den vergangenen Jahren.“

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