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Wenn aus einem Studio ein Dojo wird…

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Heute, ab 20.15 Uhr, kommt’s zum Judo-Re-Start beim Kräftemessen Österreich – Deutschland. Für beide Teams ist das Duell eine erste Standortbestimmung nach mehr als 6-monatiger Wettkampfpause. Der heiße Countdown läuft!

Der Aufbau begann Mittwoch, um 20 Uhr. 3 Tonnen Matten (eine wiegt rund 20 Kilo) wurden angeliefert. Allein 225 Quadratmeter (15 x 15 m) mussten im Studio 3 aufgelegt werden, um für den Länderkampf AUT – GER im ORF-Zentrum gewohnte Wettkampfbedingungen zu ermöglichen. Das größte ORF-Studio bietet gerade noch Platz für die benötigte Fläche, samt Kamprichter-Tisch, LED-Banden und Kamera-Installationen. Bleibt gerade noch (auch aufgrund der geltenden COVID-19-Maßnahmen) Platz für maximal 25 Personen, 2 KämpferInnen, 2 Coaches, 1 Arzt, 2 Physios, 3 Kampfrichter, 4 Kameraleute, 2 Agentur-Fotografen und zwei Aufnahmeleiter (einem vom ORF, einen seitens des ÖJV) schon fix eingerechnet. 6 Kameras werden eingesetzt – darunter 2 automatisch gesteuerte.

Während im Studio die Matten aufgelegt wurden, kamen die Ergebnisse der PCR-Tests der beiden Teams – alle AthletInnen wurden negativ getestet. Auch ÖJV-Präsident Martin Poiger unterzog sich (freiwillig) einem Test, auch er wurde negativ getestet.

Heute, Donnerstag, werden ab 15 Uhr Lichttests durchgeführt, für 17 Uhr ist die Regiebesprechung (unter der Leitung von Martin Begusch) angesetzt. Als Kommentator der Live-Übertragung wird Peter Brunner fungieren – mit der Unterstützung von Judo-Expertin Hilde Drexler.

Bereits um 18 Uhr geht heute im Studio 3, schon im Wettkampf-Set-Up, ein Club ORF SPORT + – moderiert von Andreas Onea – in Szene. Live im Studio diskutieren zum Thema „Kampf um den Kampfsport“ u.a. Michaela Polleres, Sabrina Filzmoser, Stephan Hegyi, Lukas Reiter, Nationaltrainer Patrick Rusch und ÖJV-Präsident Martin Poiger. Kathrin Unterwurzacher ist aus Innsbruck per Skype zugeschaltet. Auch andere Sportarten (Boxen: Eva Voraberger, Marcos und Daniel Nader; Karate: Bettina Plank) kommen zum Zug. Dauer der Sendung: eine Stunde, bis 19 Uhr.

Ab 20.15 Uhr stehen insgesamt 12 Kämpfe (6 Frauen, 6 Herren) auf dem Programm. Nicht weniger als 9 Judoka (Österreich: Sabrina Filzmoser, Magdalena Krssakova, Michaela Polleres, Stephan Hegyi; Deutschland: Theresa Stoll, Moritz Plafky, Eduard Trippel, Karl-Richard Frey, Johannes Frey) wären nach derzeitigem Stand, lt. Weltranglisten-Platzierung, für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert. Die Stars im deutschen Aufgebot sind die zweifache Vize-Europameisterin Theresa Stoll (-57), aktuell die Nummer 9 im IJF-Ranking, und Halbschwergewichtler Karl-Richard Frey, Vize-Weltmeister 2015. Beide landeten bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio auf Rang 5.

Hoffentlich ein gutes Omen: Österreich gewann das letzte Duell in einem Mixed-Team-Bewerb bei den Europaspielen in Minsk 2019 mit 4:2.

Die Duelle im Detail (in chronologischer Reihenfolge, Frauen und Männer kämpfen abwechselnd, zur Halbzeit gibt’s eine 10-minütige Pause):

-48 kg: Jacqueline Springer (Vienna Samurai/W) – Helena Grau (Baden-Württemberg)

-60:       Daniel Leutgeb (LZ Multikraft Wels/OÖ) – Moritz Plafky (Nordrhein-Westfalen)

-57:       Sabrina Filzmoser (LZ Multikraft Wels/OÖ) – Theresa Stoll (Bayern)

-73:       Lukas Reiter (JC Wimpassing Sparkasse/NÖ) – Alexander Gabler (Sachsen)

-57:       Lisa Grabner (JC Wimpassing Sparkasse/NÖ) – Jana Ziegler (Brandenburg)

-81:       Christopher Wagner (Galaxy Tigers/W) – Emil-Johann Hennebach (Sachsen)

-63:       Magdalena Krssakova (JC Sirvan/W) – Nadja Bazynski (Nordrhein-Westfalen)

-90:       Johannes Pacher (Volksbank Galaxy Tigers/W) – Eduard Trippel (Hessen)

-70:       Michaela Polleres (JC Wimpassing Sparkasse/NÖ) – Mina Ricken (Bayern)

-100:     Marko Bubanja (Galaxy Tigers/NÖ) – Karl-Richard Frey (Nordrhein-Westfalen)

-78:       Marlene Hunger (JC Wimpassing/NÖ) – Luise Malzahn (Sachsen-Anhalt)

+100:    Stephan Hegyi (S.C. Hakoah/W) – Johannes Frey (Nordrhein-Westfalen)

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