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Wenn Judo zur Nebensache wird…

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Oberösterreichs Judo-Szene bangt um Christoph „Breiti“ Scheiblhofer (UJZ Mühlviertel). Der 18-Jährige ringt nach einem Arbeitsunfall um sein Leben. Seinen Zustand beschreiben die Intensiv-Mediziner als stabil, aber kritisch.

„Christoph ist noch nicht über den Berg. Das könnte noch mehrere Wochen andauern“, sagt Mutter Marianne, von Beruf Krankenschwester in einer Intensivstation. Auch wenn ihr Sohn nicht bei Bewusstsein ist, liest sie ihm täglich die Genesungswünsche und Botschaften seiner Freunde vor. Die Anteilnahme ist enorm. „Der Verein ist seine zweite Familie“, sagt Marianne und freut sich über jede Whatsapp-, E-Mail-Nachricht, jeden Brief. Sobald sich die Situation bessert, will sie die Botschaften in seinem Krankenzimmer aufhängen lassen.

„Breiti, wir sind für Dich da. Wir glauben fest an Dich“, schreiben die UJZ-Teamkollegen. „Wer könnte so was durchstehen, wenn nicht er“, sagen sie. „Einer, der um 4 Uhr morgens in der Arbeit steht, nach Dienstschluss die Matura nachholt und gleichzeitig auf der Matte U-16-, U-18-Meistertitel holt. Er ist Energiebündel, Frohnatur und Kämpferherz in einer Person. Diese Kraft ist es, die uns zuversichtlich nach vorne schauen lässt.“

Auch in der rot-weiß-roten Judoszene sitzt der Schock tief. ÖJV-Präsident Martin Poiger: „Wir hoffen, dass das Bangen um Christoph ein positives Ende findet, drücken der Familie unsere aufrichtige Anteilnahme aus.“

 

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