17. Jänner 2026

Entscheidende Phase

Seit knapp einem Jahr läuft der Evaluierungsprozess der neuen IJF-Judo-Regeln, die pünktlich mit Beginn der Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 Ende Juni in Ulaanbaatar (MGL) verbindlich in Kraft treten. Judo Austria sprach im Rahmen der ÖJV-Techniker-Tagung in Obertraun mit dem heimischen IJF-Kampfrichter Roland Poiger über seine Erfahrungen mit dem neuen Regelwerk.

Wie wurden die neuen Regeln von den Aktiven angenommen, hat sich das Wettkampf-Judo aus Kampfrichter-Sicht in den letzten Monaten zum Positiven verändert?

Roland Poiger: „Die IJF-World-Tour und auch die European Tour sind definitiv attraktiver geworden. Das lässt sich mit Zahlen durchaus belegen: 1. Die Wieder-Einführung der (kleinen) Wertung Yuko hat zu den erhofften Effekten geführt: Die Kämpfe werden schneller entschieden, es gibt deutlich mehr Aktionen – Würfe, Bodenkämpfe – und die Anzahl der Strafen ist klar zurückgegangen. Positiv entwickelt haben sich auch der Griffkampf bzw. das Thema Zeitschinden. Auch da zeigt die Entwicklung in die von uns erhoffte Richtung.“

Die IJF wird noch Anpassungen des Regelwerks durchführen. Wie sieht da die Umsetzung in Österreich aus – wer weiß, was noch geändert wird?

Poiger: „Ja, es wird noch weitere Anpassungen geben. Beim Grand-Slam-Auftakt in Paris Anfang Februar wird sich zeigen, wie auf der World-Tour gewisse Regelformulierungen in der Praxis ausgelegt werden. Diese Entscheidungen werden dann auch bei unseren Turnieren schrittweise umgesetzt. Wir hatten diese Situation ja schon öfters – wir versuchen sehr transparent zu informieren, zuletzt in Form eines zweistündigen Workshops bei der Technikertagung in Obertraun.“


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