2. März 2026

Revanche ist angesagt!

Die IJF-Judo-World-Tour macht zum bereits vierten Mal in der Tips Arena in Linz Station. Der Oberösterreich-Judo-Grand-Prix 2026 geht von 6. – 8. März in Szene, 502 Judoka aus 62 Nationen werden erwartet. Gastgeber Österreich stellt mit 42 Aktiven das mit Abstand größte Kontingent, gefolgt von Italien (23), Deutschland, Japan sowie Kasachstan (je 20). IJF-Präsident Marius Vizer hat sich ebenso angekündigt wie auch der in Tokio lebende Olympia-Silbermedaillengewinner von 2008 Ludwig „Lupo“ Paischer. Mit Michaela Polleres (-70/JC Sparkasse Wimpassing/NÖ), als Nummer fünf, und Bernd Fasching (-81/Galaxy Judo Tigers/W), Nummer 7, sind zwei ÖJV-Asse beim „Heimspiel“ gesetzt.

Lubjana „Lulu“ Piovesana (-63/LZ Hohenems/V), in der Weltrangliste auf Platz 12 und damit bestplatzierte Judo-Austria-Athletin, muss wegen einer Sprunggelenksverletzung am linken Bein passen, Elena Dengg (-78/JC Sanjindo Bischofshofen/S) wurde nach einem Meniskusriss am rechten Knie operiert. Beide fehlen im Judo-Austria-Aufgebot.

Rechtzeitig fit sollte hingegen Lokalmatador Samuel Gaßner (-73/UJZ Mühlviertel/OÖ) werden. Die beim Grand-Slam in Paris erlittene Gehirnerschütterung scheint endgültig überstanden. „Judotechnisch war ich vor Paris in besserer Form, aber Schmerzen habe ich keine mehr. Ich fühle mich fit, die ersten Randori-Einheiten sind problemlos verlaufen, einem Start sollte nichts im Wege stehen“, hofft der 24-jährige Oberösterreicher, der im Vorjahr als Fünfter nur knapp am Podium vorbeischrammte.

„Die Vorfreude auf den Heim-Grand-Prix ist spürbar. Auch wenn wir nicht in Top-Besetzung antreten können: Zwei Medaillen sind unser Wunschziel –Michaela Polleres und Bernd Fasching haben als Gesetzte wohl die besten Chancen“, meint Headcoach Yvonne Snir-Bönisch. Der 22-jährige Wiener gewann im Vorjahr in Linz Bronze, die 28-jährige Niederösterreicherin stand 2024 in der Tips Arena auf dem Podium.

„Ich fühle mich aktuell in Top-Form, habe bei den letzten drei Turnieren jeweils angeschrieben – der dritte Platz aus dem Vorjahr ist mein Mindestziel für Samstag in Linz. Die Stimmung war letztes Jahr richtig cool, meine gesamte Familie war da, die ganze Halle hat beim Einmarsch zum Bronzekampf meinen Namen gerufen. Diesmal soll es – wenn möglich – noch besser laufen“, gibt sich Bernd Fasching selbstbewusst. „Ich bin die Setzliste kurz überflogen, weiß, dass ich als Nummer 7 gesetzt bin. Der Kasache Abylaikhan Zhubanazar ist die Nummer eins, gegen ihn habe ich beim Grand-Slam in Paris Anfang Februar das Finale um Bronze verloren. Vielleicht kommt’s in Linz zur Revanche – im Finale um Gold. Revanche ist angesagt!“

Sport-Landesrat Markus Achleitner unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung für Oberösterreich: „Dass wir vor der vierten Auflage stehen, ist ein starkes Zeichen für die hohe Qualität, die Professionalität und die internationale Strahlkraft dieser Veranstaltung. Oberösterreich verfügt über eine lange und erfolgreiche Judo-Tradition. Namen wie Sabrina Filzmoser, Josef Reiter oder Shamil und Wachid Borchashvilli stehen für internationale Erfolge und beeindruckende Karrieren.“

Die Zukunft des rot-weiß-roten World-Tour-Turniers ist derweil noch nicht hundertprozentig gesichert. Der Veranstaltungsvertrag mit dem Weltverband läuft in diesem Jahr aus. „Nur, wenn wir die Finanzierung für die nächsten vier Jahre zu hundert Prozent garantieren können, macht eine Verlängerung Sinn. Wir werden sicher keine wirtschaftlichen Abenteuer eingehen“, bekräftigt ÖJV-Präsident Martin Poiger. „Aber prinzipiell ist der Oberösterreich-Grand-Prix eine einmalige Erfolgsgeschichte – wir waren im Vorjahr das World-Tour-Turnier mit den meisten Aktiven, noch vor den prestigeträchtigen Grand-Slams in Tokio und Paris. Das muss uns erstmals wer nachmachen. Auch das Feedback der teilnehmenden Nationen war in den letzten drei Jahren ausnahmslos positiv. Superstars wie Doppel-Olympiasieger Lukas Krpalek oder die zweifache Ex-Weltmeisterin Anna-Maria Wagner haben sich als absolute Linz-Fans geoutet!“


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