Lubjana Piovesana (-63/LZ Hohenems) musste sich bei der Judo-Weltmeisterschaft in Baku Europameisterin und Ex-Weltmeisterin Joanne Van Lieshout (NED/4) in Runde zwei mit zwei Waza-ari-Wertungen geschlagen geben und blieb unplatziert. Zum Auftakt hatte die 29-jährige Austro-Britin Yeji Kim (KOR) nach Würgegriff mit Ippon besiegt. „Es ist jammerschade. Lubjana hat heuer schon zweimal gegen Van Lieshout verloren. Diesmal war es ein komplett anderer Kampf. Lubjana hat den Griff dominiert und der Niederländerin keine Chance gelassen. Die Yuko-Führung nach Seio-nage (Schulterwurf, Anmerkung der Redaktion) hätte zum Sieg gereicht. Ganze 30 Sekunden fehlten“, kommentierte Judo-Austria-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch. „Eine Weltklasse-Athletin ihres Formats dürfte diesen Kampf eigengtlich nicht mehr verlieren“, schüttelte Präsident Martin Poiger auf der Tribüne den Kopf. Doch in der letzten halben Minute gab „Lulu“ den Kampf noch aus der Hand. „Ich habe die Panik bekommen und instinktiv falsch reagiert. Ich hätte nie und nimmer angreifen dürfen. Das war ein schwerer Fehler“, gestand die Olympia-Fünfte von Paris. „Ich stand kurz davor, mich zu belohnen, aber habe die Chance leider verpasst.“
Joanne Van Lieshout ließ sich die Konterchance nicht nehmen und beendete den Kampf vorzeitig. Am Nachmittag kämpft die Ex-Weltmeisterin um Bronze, im Finale um Platz eins stehen sich derweil Titelverteidigerin Haruka Kaiu (JPN/1) und Kerem Primo (ISR) gegenüber (live auf ORFSport+ ab 16:00 Uhr MESZ).