Thomas Scharfetter (-90/JC Sanjindo Bischofshofen/S) kann wieder lachen: „Das Jahr 2025 ist abgehakt, ich kann’s kaum erwarten, bis die neue Saison Ende Jänner mit dem GP in Sofia für mich losgeht. Anfang Februar folgt dann der Grand-Slam in Paris. Idealerweise kann ich gleich zum Saisonstart anschreiben, das würde meinem Selbstvertrauen guttun.“
Der 25-Jährige kam im vergangenen Jahr nach einem Bandscheibenvorfall nie so richtig in die Gänge, der 5. Platz beim Heim-Grand-Prix in Linz im März blieb die einzige zählbare Ausbeute. „Bei den Turnieren im November, in Zagreb und Abu Dhabi, habe ich nicht gut gekämpft, da wäre (gegen den Slowaken Alex Bato) mehr möglich gewesen.“
Beim Randori-Training in Mittersill – u.a. mit Mittelgewichts-Größen wie dem Weltranglisten-Dritten Eljan Hajiyev (AZE) oder dem EM-Fünften Alexis Mathieu (FRA) – präsentiert sich Scharfetter von seiner besten Seite. „Mein Hauptziel, möglichst jeden Gegner zu werfen, im Griff dominant zu sein und mich viel zu bewegen, habe ich in den bisherigen elf Trainingseinheiten gut umgesetzt. Ich fühle mich gut, bin von gröberen Schmerzen bzw. Wehwechen verschont geblieben. Aber natürlich freue ich mich schon auf die Heimreise am Mittwoch – mein Körper schreit nach Pause. Ohne die Extraschichten der ÖJV-Physios wäre ich jetzt schon am Ende“, ächzt der Pongauer.
Die Ziele für 2026 sind klar definiert: „Ich bin im letzten Jahr auf Rang 90 der Weltrangliste abgerutscht. Ich will bis Ende des Jahres wieder unter die Top-30, das wäre ein erster wichtiger Schritt für die Olympia-Qualifikation. Mein vorrangiges Ziel ist eine internationale Medaille.“ 2023 stand Scharfetter in Linz zum bisher einzigen Mal auf einem World-Tour-Podium. „Heuer will ich an meine Erfolge vor drei Jahren anschließen.“ Die Vorzeichen stehen jedenfalls gut.