Judo Austria durfte am ersten Wettkampftag des Junioren-Europacups in Posen (POL) gleich über zwei Medaillen jubeln. Helena Rottenhofer (-63/JU Raika Flachgau/S/3) zog zum ersten Mal in ihrer Karriere in ein EC-Finale ein und belegte letztlich Rang zwei. Mit Siegen über Julia Tataj (POL), Lada Vondrakova (UKR/8) und Nana Gulbiani (GEO/7) zog die 19-jährige Salzburgerin ins Finale um Gold ein. Dort gab’s dann die einzige Niederlage des Tages. Rottenhofer war zunächst die aktivere Kämpferin, hatte gegen die ungesetzte Lokalmatadorin Hanna Zaitseva (POL), Vize-Jugendweltmeisterin von 2024, schon ihre Spezialtechnik, den Festhaltegriff, angesetzt. Dann aber gelang Zaitseva mit einem Armhebel der Ippon-Sieg, Rottenhofer zog sich am linken Ellbogen eine Verletzung zu. „Helena ist mit dem Finaleinzug das bislang beste Ergebnis bei den Juniorinnen gelungen, im November in Marburg war sie schon einmal Dritte. Es war ein unglücklicher Kampfverlauf, eigentlich hatte sich Helena aus dem Armhebel schon wieder befreit. Wir hoffen, dass die Ellbogenverletzung nicht zu schlimm ist“, meinte ÖJV-Junioren-Nationaltrainer Michael Winkler.
Die zweite rot-weiß-rote Medaille sicherte sich Leonie Bayr (-70/Vienna Samurai/3). Die 19-jährige Wienerin setzte sich in der Vorrunde gegen Gabriela Pietrzak (POL) und Liudmyla Vozniuk (UKR/6) jeweils mit Ippon durch. Das Finale um Bronze gewann Bayr gegen Magdalena Schenk (POL/8) nach 2:52 Minuten mit zwei Waza-ari-Wertungen. Eine Niederlage gab’s im Semifinale gegen Diana Benkova (POL). „Für Leonie war es die zweite Bronzemedaille bei den Juniorinnen. Sie hat sich heute, wie auch Helena, sehr gut verkauft.“
Insgesamt sind in Polen an diesem Wochenende 267 Nachwuchs-Judoka aus 21 Nationen am Start, darunter 24 Österreicher:innen.
Junioren-Europacup Pozen, Samstag, 1. Wettkampftag, -63 kg (24 Teilnehmerinnen): 1. Hanna Zaitseva (POL), 2. Helena Rottenhofer (AUT), 3. ex aequo Sofia Pekki (FIN), Kristina Opanasenko (UKR/1); -70 (15): 1. Amelia Ptasinska (POL/1), 2. Diana Benkova (POL), 3. ex aequo Leonie Bayr (AUT), Gayane Pogosyan (EST/5).