Es hätte schlimmer kaum kommen können: Bernd Fasching, am vorläufigebn Höhepunkt seiner Karriere, auf Weltranglisten-Position 7, erstmals als Nummer 1 gesetzt, war beim Grand-Slam in Lausanne im Flow und am Weg ins Viertelfinale. „Bernd war an diesem Tag reif für eine Medaille und seine Formkurve ging steil bergauf. Er war ein sehr heißes Eisen für die WM. Jammerschade, dass er jetzt ausfällt“, sagt ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch. Doch dann kam dieser eine Schritt. „Ich wollte aus dem Angriff des Russen aussteigen, bin mit dem Knöchel schräg gelandet. Mir war sofort klar, dass was Gröberes passiert ist. Die Schmerzen waren extrem“, erzählt der 22-jährige Wiener. Wenige Stunden später lag er in Wien bereits am OP-Tisch, das gebrochene Wadenbein wurde operiert, der luxierte Knöchel wieder eingerichtet.
Knapp drei Wochen sind seither vergangen. „Es hat seine Zeit gebraucht, die Verletzung zu verdauen. Natürlich ist es ärgerlich, sich so knapp vor der WM zu verletzen, erst recht, wenn man sich in der besten Form seines Lebens fühlt. Aber jetzt konzentriere ich mich aufs Comeback. Bis jetzt konnte ich nicht viel machen – außer Lymphdrainagen. Die eigentliche Reha beginnt erst ab nächster Woche. Da werde ich in Linz mit täglicher Therapie starten.“
Wann Bernd Fasching wieder kämpfen kann, steht derweil noch in den Sternen: „Wenn’s ideal läuft, könnte ich schon mit Jahresende wieder kämpfen. Aber wir werden definitiv nichts überstürzen. Ich werde Schritt für Schritt zurückkommen und mir die nötige Zeit geben. Alles andere wäre zu riskant.“
Die gute Nachricht: Noch verbleiben knapp zwei Jahre bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028. „Ich muss nichts überstürzen, kann in Ruhe zurückkommen.“