8. September 2026

Die Zeichen stehen auf Erfolg

Anfang September, wenn die Judovereine nach der langen Sommerpause wieder mit dem Training starten, meldet sich traditionell auch Judo-Austria-Präsident Martin Poiger zu Wort. Ein Kurz-Interview.

Markus Moser hat letzte Woche im Österreichischen Olympischen Comité seinen neuen Job als Sportdirektor übernommen. Wie wird seine Nachfolge beim Judoverband geregelt?

Martin Poiger: „Martin Grafl ist ab sofort neuer ÖJV-Sportkoordinator, er hat sich unter 22 Bewerber:innen durchgesetzt. Die Funktion/Position des Jugend-Nationaltrainers hat Martin mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Zur Erinnerung: Auch Markus Moser hat vor 13 Jahren zunächst als Sportkoordinator begonnen, ehe er 2017 zum Sportdirektor aufstieg. Wichtigster Unterschied in der Aufgabenverteilung: Sportdirektor Markus Moser war der Vorgesetzte von Headcoach Yvonne Snir-Bönisch. Sportkoordinator Martin Grafl wird den gesamten ÖJV-Trainerstab koordinieren und mit allen Coaches eng zusammenarbeiten. Aber das letzte sportliche Wort spricht künftig Yvonne Snir-Bönisch.“

D.h. Markus Mosers Aufgaben werden über mehrere Schultern verteilt?

Poiger: „Das war unser pragmatische Ansatz. Und ich glaube, das ist eine sehr gute Lösung. Die neue taktische Büro-Aufstellung, sprich die Ver- bzw. Zuteilung der Aufgaben und Verantwortungsbereiche von Markus Moser, lag in der Verantwortung von Generalsekretärin Corina Korner. Als Markus Anfang August seinen wohlverdienten Rest-Urlaub antrat, wurde diese neue Einteilung von einem auf den anderen Tag schlagend. Wir können mit Stolz berichten, dass der Übergang reibungslos funktionierte. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Sportkoordinator Martin Grafl, seine große Expertise und sind überzeugt, dass wir auch in Zukunft internationale Erfolge einfahren werden.“

Ein anderes Thema, das dich in den letzten Monaten beschäftigt, ist die weitere Zukunft des Heim-Grand-Prix in Linz. Wie stehen da die Aktien?

Poiger: „Auch wenn die Finanzierung der nächsten vier Jahre noch nicht zu 100 Prozent abgesichert ist, stehen die Zeichen günstig, dass wir das Gesamt-Paket im Herbst finalisieren und einen neuen Vier-Jahres-Veranstaltervertrag mit der IJF unterzeichnen können. Soll heißen: Der Heim-Grand-Prix in Linz wird mit größter Wahrscheinlichkeit auch in den Jahren 2027 bis 2030 ein fester Bestandteil des World-Tour-Kalenders sein. Wir haben in den ersten vier Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie wertvoll so ein Heim-World-Tour-Event sein kann. Wie unsere Mitgliederzahlen soll auch der Linz-Grand-Prix kontinuierlich weiterwachsen. Dafür brennen wir!“

Welche Themen beschäftigen euch sonst noch im September?

Poiger: „Zwei Groß-Veranstaltungen gilt es vorzubereiten: Am 26. September wird in Oberwart die Staatsmeisterschaft der allgemeinen Klasse in Szene gehen. Nur WM-Starter:innen haben keine Startverpflichtung. Das sportliche Niveau sollte dennoch hoch sein. Am selben Tag steigt am Wiener Heldenplatz der Tag des Sports und natürlich wird Judo Austria auch dort gebührend mit einer Pagode bzw. einer Mitmachstation vertreten sein. Wir freuen uns – an beiden Standorten– über zahlreichen Besuch.“


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