30. Mai 2026

"Feiern ist nicht mein Ding!"

„Was Besseres hätte mir nicht passieren können“, sagt Leonie Bayr, frischgebackene Junioren-Heim-Europacup-Siegerin von Graz. Die 19-jährige Wienerin bekam es in ihrem ersten U21-Finale um Gold ausgerechnet mit der Polin Diana Benkova zu tun, gegen die sie zuletzt in Poznan noch im Semifinale verloren hatte. Diesmal hatte Leonie Zeit, ihre Gegnerin im Semifinale zu studieren und mit Nationaltrainer Jaromir Jezek an der richtigen Taktik zu feilen. „In Poznan hat sie meine Aktionen übernommen und mich zweimal ausgekontert. Diesmal war ich defensiver eingestellt und habe nichts riskiert“, betont das Vienna-Samurai-Talent, dann beginnt sie zu schmunzeln: „Ich habe heute nicht mit dem Herz, sondern mit Köpfchen gekämpft. Das hat sich ausgezahlt.“

Die Feier im Teamhotel Strasser wird nicht lange dauern. „Feiern ist nicht mein Ding, wir werden uns kurz mit den Trainern zusammensetzen – als Team, die haben mich ja alle angefeuert. Und ich werde ein Cola trinken, Regeneration ist wichtiger als Party.“

Jetzt hat Leonie Lunte gerochen: „Ich glaube, der EM-Titel liegt im Bereich des Möglichen. Mein Selbstvertrauen ist jedenfalls riesengroß´.“ Und auch der Startplatz für die WM in Taschkent ist seit heute fix: „Da warten wir mal ab, wie’s bei der EM in Podgorica läuft – bis November bleibt noch viel Zeit.“ Leonie Bayr ist eine, die lieber erst mit einer Medaille um den Hals große Töne spuckt.


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