Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften Kata im Rahmen der Sport Austria Finals – powered by Österreichische Lotterien – in der Wiener Kurt-Kucera-Halle gaben sich die Titelverteidiger:innen erwartungsgemäß keine Blöße. Die rot-weiß-roten Top-Paare Vanessa und Matthias Heinrich (JC Tantanto/W) sowie Martin und Philipp Hinteregger (JC SV Treffen/Judo Feldkirchen/K) feierten wie schon im Vorjahr in Innsbruck Doppelsiege. Heinrich/Heinrich gewannen die Katame-no-Kata und die Ju-no-Kata, die Hintereggers setzten sich in der Nage-no-Kata und in ihrer Spezialdisziplin Kodokan Goshin Jutsu durch. Die ebenfalls international erfahrenen Manuel Müller/Philipp Stark (JC SV Treffen/Judo Feldkirchen/K) belegten in der Katame-no-Kata erwartungsgemäß Rang zwei.
Judo-Kata sind festgelegte und namentlich benannte Abfolgen von Judotechniken, die unterschiedliche Grundprinzipien vermitteln. Es wird immer in der gleichen Reihenfolge geübt, alle Techniken sind beiden Aktiven bekannt. Die Demonstrationen haben einen rituellen Charakter, das Zeremoniell spielt bei der Ausführung eine wichtige Rolle. Die Kata ist bei Judo Austria auch ein wesentlicher Bestandteil der Dan-Prüfungen. Je nach Dan-Grad müssen unterschiedliche Katas gelernt und demonstriert werden.
Die Beteiligung der Kata-Titelkämpfe mit insgesamt 54 Judoka konnte sich mehr als sehen lassen. „Durch die Einbettung in die Sport Austria Finals haben wir an Sichtbarkeit gewonnen. Das wirkt sich mittlerweile auch schon positiv auf die Teilnehmerzahlen aus. Erstmals konnte wir alle ausgeschriebenen Klassen durchführen – inklusive einer Nachwuchskategorie. Die Siegerehrung am Rathausplatz war für unsere Athletinnen und Athleten ein absolutes Saisonhighlight“, zog ÖJV-Katareferent Alexander Dick eine mehr als zufriedene Bilanz.