Michaela Polleres (-70/JC Sparkasse Wimpassing/NÖ) musste sich Donnerstag im WM-Finale in Baku (AZE) Ai Tsunoda-Roustant (ESP) mit Ippon im Golden Score geschlagen geben. Die 29-jährige Niederösterreicherin kassierte drei Shidos. Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 hatte sich die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin im Kampf um Bronze gegen die Spanierin durchgesetzt. Es ist die erste rot-weiß-rote WM-Medaille seit drei Jahren (2023, Doha, Polleres, Bronze). Als Lohn für WM-Silber gibt’s 25.000 Euro Preisgeld und 1.400 Punkte in der Weltrangliste. „Michi hat sich diese dritte WM-Medaille, nach 2 x Bronze, mehr als verdient. Es war ein Kampf auf Augenhöhe mit dem glücklicheren Ausgang für Tsunoda“, kommentierte ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch. „Im ersten Moment war ich natürlich enttäuscht und traurig. Jetzt, nach der Siegerehrung, bin ich stolz auf diese dritte WM-Medaille, auch wenn’s am Ende sehr knapp war. Es war alles in allem ein sehr guter Tag für mich – so stark wie heute war ich schon lange nicht mehr“, freute sich die frischgebackene Medaillengewinnerin.
Auf dem Weg ins Finale hatte sich die ungesetzte Michaela Polleres gegen Melissa Myers (USA), Aoife Coughlan (AUS/2), Yerang Lee (KOR), Madina Taimazova (RUS/7) und Giovanna Scoccimarro (GER) durchgesetzt.
Judo-WM Baku 2026, 5. Wettkampftag, Donnerstag, -70 kg (44 Teilnehmerinnen), Endstand: 1. Ai Tsunoda-Roustant (ESP), 2. Michaela Polleres (AUT), 3. ex aequo Giovanna Scoccimaro (GER), Madina Taimasova (RUS/7).




