Von Donnerstag bis Sonntag steigt in Tiflis (GEO) der erste Judo-Höhepunkt des Jahres, geht’s an vier Wettkampftagen in vierzehn Gewichtsklassen um die EM-Titel. Die internationale Konkurrenz ist beachtlich – nicht weniger als drei Weltranglisten-Erste und acht Paris-Olympiasieger finden sich in der Nennliste. 406 Judoka aus 46 Nationen werden erwartet. Österreich schickt – nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Schwergewichtler Stephan Hegyi – acht Judoka ins Rennen. Das Ziel: „Unser Anspruch ist eine Medaille“, betont Judo-Austria-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch. „Man kann richtig spüren, dass jetzt alles wieder ernster wird. Die Zeit des Durchatmens ist vorbei – die Olympia-Qualifikation steht vor der Türe. In Tiflis wollen wir zeigen, dass wir gut gearbeitet haben und bereit sind.“
Die rot-weiß-rote Bilanz der letzten zehn Jahre kann sich mehr als sehen lassen: Sieben von zehn Mal schrieb man im Medaillenspiegel an – gewann insgesamt 1 x Silber und 7 x Bronze. 2018 in Tel Aviv waren es gleich 2 Bronzemedaillen (Michaela Polleres, Stephan Hegyi). Im Vorjahr in Podgorica (MNE) blieb ein fünfter Platz von Lubjana Piovesana die größte Ausbeute. Snir-Bönisch: „Heuer wollen wir mehr!“
Österreichs acht EM-Starter:innen in Tiflis, Freitag, 17. April, 2. Wettkampftag, -63 kg: Lubjana Piovesana (LZ Hohenems/V/6), -73: Samuel Gaßner (UJZ Mühlviertel/OÖ), Samstag, 18.04., 3. Wettkampftag, -70: Michaela Polleres (JC Sparkasse Wimpassing/NÖ); -81: Magamed Borchashvilli, Bernd Fasching (beide Galaxy Judo Tigers/W), -90: Issa Naschcho (LZ Multikraft Wels/OÖ), Thomas Scharfetter (JC Sanjindo Bischofshofen/S); Sonntag, 19.04., 4. Wettkampftag, +100: Movli Borchashvilli (Galaxy Judo Tigers/W).